Inmitten der Trauer nach der verheerenden Zugkollision nahe des südspanischen Dorfes Adamuz mit 46 Todesopfern bewegt nun ein besonderes Schicksal Spaniens Öffentlichkeit: Ein Hund namens Boro, der sich mit seiner Besitzerin in einem der beiden Unglückszüge befand und nach dem Unfall als vermisst galt, ist nach tagelanger Suche lebend gefunden und seiner Familie übergeben worden.
Nach dem Zusammenstoß verschwand der Hund in dem dünn besiedelten Gebiet zwischen ausgedehnten Oliven- und Gemüseplantagen spurlos. Seine Besitzerin Ana García, die das Unglück überlebte und verletzt geborgen werden konnte, hatte nach ihrer Rettung unter Tränen öffentlich um Hilfe gebeten. „Ich nutze die Gelegenheit, um nach meinem Hund zu suchen. Bitte helft, das Tier zu finden – es gehört ebenfalls zu meiner Familie“, sagte die 26-Jährige.
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Der Appell löste eine enorme Welle der Solidarität aus. Rund 200 Menschen – darunter Beamte der Forst- und Umweltbehörden, Tierschützer und freiwillige Helfer aus ganz Spanien – beteiligten sich an der Suche in dem ländlichen Gelände rund um die Unfallstelle. „Wer hat Boro gesehen? Er wird seit dem Unglück von Adamuz vermisst. Jede Information ist nützlich”, stand auf Plakaten, die überall verteilt wurden.
Schließlich entdeckten Einsatzkräfte den Hund auf einem abgelegenen Grundstück. Doch Boro war verängstigt und konnte zunächst nicht eingefangen werden. Daraufhin legten die Helfer ein Kleidungsstück der Besitzerin aus, um dem Hund zu signalisieren, dass sein Frauchen in der Nähe ist.
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Am nächsten Morgen kehrte der Suchtrupp gemeinsam mit seiner Besitzerin Ana García an den Ort zurück. Und tatsächlich: Boro saß nun brav neben dem Kleidungsstück seines Frauchens – und wartete. Als er seine Besitzerin erkannte, kam es zum ersehnten und bewegenden Wiedersehen. „Ich bin glücklich“, sagte García, nachdem sie ihren Vierbeiner umarmt hatte. Sie selbst bewegt sich noch mit eingegipstem Bein und Krücken. Ihre schwangere Schwester, die ebenfalls im Zug saß, befindet sich weiterhin schwer verletzt im Krankenhaus.

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Sogar Spaniens Verkehrsminister Óscar Puente äußerte sich zu diesem glücklichen Ausgang der Suchaktion. In sozialen Netzwerken schrieb er über diesen kleinen Freudenmoment nach dem schweren Zugunglück: „Die Menschen sind das Wichtigste, aber Tiere spielen ebenfalls eine wunderbare Rolle in unserem Alltag.“ Es sei eine „gute Nachricht in einer Woche, die für viele Familien besonders schwer ist“. Wie es zu dem Unglück kommen konnte, wird noch immer untersucht.









