Laura Dahlmeiers tragischer Tod im Juli dieses Jahres hat unzählige Menschen in Deutschland bewegt. Am stärksten dürften aber die Menschen in ihrem direkten Umfeld, Angehörige und Freunde betroffen gewesen sein. Im Rahmen einer Recherche hat der „Spiegel“ nun mit dem Vater von Laura Dahlmeier und dem Extrembergsteiger Thomas Huber gesprochen, der Teil eines Rettungstrupps für Laura Dahlmeier war.

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Andreas Dahlmeier, selbst Bergsteiger und Teil der Bergwacht, sagte dem Magazin: „Wir hätten Laura gern nach Hause gebracht. Aber es war nicht möglich, sie zu holen. Es war nach dem Unfall zu gefährlich.“ Die Ex-Biathletin und begeistere Bergsteigerin Laura Dahlmeier war am 28. Juli auf dem Laila Peak in Pakistan von Steinschlag getroffen worden und verunglückt.
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Laura Dahlmeier: Bergsteiger Thomas Huber versuchte ihre Leiche zu finden
Die Sportlerin hatte schriftlich verfügt: Sollte ihr beim Bergsteigen etwas zustoßen und eine Bergung zu gefährlich sein, solle ihr Leichnam am Berg zurückgelassen werden. Aufgrund der gefährlichen Wetterbedingungen wurden deshalb kurz nach ihrem Unfall mehrere Bergungsversuche abgebrochen.
Der am Donnerstag erschienene Artikel des „Spiegel“ rekonstruiert den Tag, an dem Dahlmeier starb. Außerdem offenbart der Text: Thomas Huber, ebenfalls Extrembergsteiger und ein Freund von Dahlmeier, versuchte im September dieses Jahres auf Wunsch der Familie noch einmal, den Leichnam der Sportlerin zu bergen. Vergeblich.
Leiche von Laura Dahlmeier laut Bergsteiger „nicht mehr an der Unfallstelle“
Demnach stieg er gemeinsam mit dem Bergsteiger Tad McCrea bis zum Fuß der Wand, die Dahlmeier zum Verhängnis wurde. Sie waren davon ausgegangen, dass der Leichnam der Sportlerin nicht mehr an ihren Seilen an der Wand hängen würde, sondern durch das Schmelzen von Eis und Schnee abgestürzt sein könnte.
„Ich wusste genau, wohin wir gehen mussten, um den optimalen Blick zu haben“, sagt Huber dem „Spiegel“. Mit einem Spektiv mit 30-facher Vergrößerung suchten sie das Gelände ab, nutzten außerdem eine Drohne. „Wenn wir Laura gefunden hätten, wären wir in die Wand gestiegen und hätten sie geborgen“, sagt der Bergsteiger. „Wie erwartet, war Laura aber nicht mehr an der Unfallstelle.“
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Suche nach Laura Dahlmeiers Leiche mit Drohne: „Da war nichts zu sehen“
Gemeinsam mit seinem Begleiter habe er mit der Kameradrohne Felsspalten und Risse abgesucht. Sie beobachteten außerdem andere Bergsteiger: „Dadurch konnten wir sehen, wie deutlich Personen in der Wand zu erkennen waren. Uns wurde klar, wenn Laura noch irgendwo wäre, würden wir sie sehen.“ Doch sie sahen sie nicht. Huber sagt: „Von da an waren wir endgültig sicher: Sie befindet sich nicht mehr in der Wand.“
Auch den Bereich unter der Felswand, auf den der Leichnam gestürzt sein könnte, suchten Huber und McCrea ab. „Aber da war auch nichts zu sehen, kein Seil, keine Ausrüstungsgegenstände. Nichts.“ Sie seien sogar in ein Eisloch gestiegen, wollten alle Möglichkeiten prüfen und absuchen, wo Dahlmeier sein könnte. „Das war heikel und nicht ohne Risiko“, sagt Huber. Doch Spuren von der Leiche fanden sie keine.
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Vater von Laura Dahlmeier: „Es besteht keine Chance, sie noch zu bergen“
Huber geht davon aus, dass die Leiche von Laura Dahlmeier in einer der Gletscherspalten liegt. Begraben von den Gesteinsmassen, die jeden Tag vom Berg herunterfallen. „Wir hätten Laura gern nach Hause gebracht“, sagt ihr Vater Andreas Dahlmeier. „Als Thomas noch mal an den Laila Peak ging, war sie nicht mehr auffindbar. Somit bleibt Laura am Berg zurück. Es besteht keine Chance, sie noch zu bergen“, sagt er.
Die Suche sei beendet, sagte Dahlmeiers Vater dem Magazin „Spiegel“. Nun wünsche sich die Familie, dass Ruhe einkehrt. Dass die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit abnimmt. „Das hätte sich auch Laura so gewünscht“, sagt Andreas Dahlmeier. Huber habe vor seiner Rückkehr noch eine kleine Gedenktafel für die Verstorbene errichtet und der Familie von Laura Dahlmeier Fotos vom Gletschertal und dem Bergpanorama gezeigt, in dem ihre Tochter höchstwahrscheinlich begraben liegt. Huber sagt: „Es ist ein wunderschöner Ort, wo Laura jetzt ihre Ruhe findet.“







