In Großbritannien herrscht zu viel Fettleibigkeit – das berichtet eine Studie der Nichtregierungsorganisation „The Food Foundation“. Die Gesundheit englischer Kinder habe sich seit 2006 aufgrund von schlechter Ernährung dramatisch verschlechtert. Ein „besorgniserregender“ Anstieg der Fettleibigkeit um 30 Prozent sei bei den Zehn- und Elfjährigen verzeichnet worden. Jedes fünfte Kind sei nach der Beendigung der Grundschulzeit fettleibig.

Adipositas: Hohe Zahlen bei Kindern und Erwachsenen in Großbritannien

Die Autoren der Studie nannten als mögliche Ursachen „ein schockierendes Ausmaß an Armut“ und die „aggressive“ Werbung für billiges Junk-Food. Da sich die Adipositas nicht nur bei Kindern häufig bemerkbar macht, sondern auch bei 28 Prozent der Erwachsenen, setzt das Vereinigte Königreich jetzt strengere Maßnahmen durch.

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Wie die „Frankfurter Allgemeine“ berichtet, werden ab kommenden Mittwoch spezielle Angebote und Rabattaktionen in Supermärkten und Online-Lebensmittelgeschäften untersagt. Besonders fette oder süße Speisen, Softdrinks und Snacks sowie Pommes, Softgetränke oder Schokolade. Dabei handele es sich um Werbeaktionen wie „Buy one, get one free“ (Eins bezahlen, ein weiteres gratis dazu). Die Werbung für solche Produkte dürfe ab dem kommenden Jahr nur noch nach 21 Uhr laufen.

Vereinigtes Königreich: Gesunde Lebensmittel sind oftmals zu teuer

„Fettleibigkeit raubt Kindern den bestmöglichen Start ins Leben, bewirkt lebenslange Gesundheitsprobleme und kostet den Nationalen Gesundheitsdienst NHS Milliarden“, berichtet ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in London. Henry Dimbleby, der frühere Regierungsberater für Ernährung, erklärte: „Die Entwicklung ist zu tiefst traurig und schockierend. Gesunde und nachhaltige Lebensmittel müssen erschwinglich gemacht werden.“

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Durch die enorme Zunahme der Fettleibigkeit in Großbritannien rechnet der staatliche Gesundheitsdienst NHS, dass die Kosten für Behandlungen und durch Gesundheitsprobleme zusammen mehr als elf Milliarden Pfund jährlich betragen.

fmg/jan