Starke Regenfälle, Gewitter und Überschwemmungen trüben den September in Italien. Hatten Tourismusanbieter auf sonnige Tage gehofft, um die Badesaison zu verlängern, so sind sie in vielen Regionen meist schwer enttäuscht worden. Zu Unwetterschäden kam es in mehreren Küstengemeinden des Cilento in der süditalienischen Provinz Salerno. Besonders betroffen sind die Badeorte Marina di Camerota und Pisciotta, wo starke Windböen, umgestürzte Bäume sowie Schäden an öffentlichen und privaten Infrastrukturen verzeichnet wurden.

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In Marina di Camerota fegte ein heftiger Sturm – in den Medien ist die Rede von einem Tornado – über die Küste und verwüstete den Strand Troncone. Zwei Strandbäder wurden stark beschädigt. Sonnenschirme, Pavillons und Strandeinrichtungen wurden vom Wind hinweggefegt. Die Betreiber begannen bereits bei Tagesanbruch mit der Schadensbegutachtung und den Aufräumarbeiten. Die gute Nachricht: Es gab keine Verletzten unter Anwohnern und Urlaubern.
Lesen Sie hier mehr zu den Unwettern in Italien – Urlauber fliehen vor Überschwemmungen
Chaos auf der Insel Elba: Italien-Touristen können nicht abreisen
Vor allem die bei deutschen Urlaubern beliebte nördliche Adria ist von schweren Unwettern betroffen. Im Urlaubsort Lignano in der an Österreich grenzenden Region Friaul mussten Dutzende Urlauber aus einem Campingplatz evakuiert werden, der nach schweren Gewittern überschwemmt wurde. Sie sind noch vorübergehend in Hotels untergebracht, sollen aber nach und nach in die Bungalows des Campingplatzes zurückkehren. Mit einem Dringlichkeitsdekret wird der regionale Zivilschutz Friauls Finanzierungen bereitstellen, um die ersten Kosten zu decken, die die Unwetter in Lignano verursacht haben.
Auf der Insel Elba in der Urlaubsregion Toskana sind Räumungsarbeiten nach den schweren Überflutungen der vergangenen Tage im Gange. Zahlreiche Straßen sind durch Erdrutsche und Schlammlawinen unterbrochen. Auch Wohnhäuser und Geschäfte sind überschwemmt. 200 Personen sind momentan isoliert, da Verkehrswege blockiert sind, unter ihnen auch Touristen. Die Behörden arbeiten derzeit daran, die Straßen wieder befahrbar zu machen, damit die Urlauber die Fähren erreichen und die Insel verlassen können, wie zu lesen ist. Inzwischen sind in der Inselhauptstadt Portoferraio die Telefonleitungen wiederhergestellt, und die zehn Familien, die evakuiert wurden, sind zurück in ihre Häuser gezogen.
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„Auf der Insel Elba treten mittlerweile immer häufiger extreme Wetterereignisse auf: Schwere Gewitter führen zum Zusammenbruch der Abwassersysteme auf einer Insel, die kein ausreichendes Entwässerungssystem hat“, kritisierte Monia Monni, Umwelt- und Zivilschutzbeauftragte der Region Toskana. In sozialen Netzwerken äußern die Bewohner heftige Kritik an fehlenden Schutzmaßnahmen. Daran hatten auch die Unwetter nichts geändert, die die Gegend im Februar getroffen hatten.







