Warum nahm sie ihre zweitälteste Tochter mit auf den Hof nach Süddeutschland, dorthin, wo sie auf ihre zwei jüngsten Kinder treffen sollte – nachdem diese in der Silvesternacht 2023/2024 aus Dänemark mutmaßlich entführt wurden? Wie viel wusste Christina Block über die Geschehnisse aus jener Nacht? Die Hamburger Unternehmerin beantwortete am fünften Prozesstag über Stunden die Fragen der Vorsitzenden Richterin Isabel Hildebrandt, der Staatsanwaltschaft und der Nebenklage.
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Heute, am sechsten Prozesstag rund um die 52-Jährige, die sich wegen Entziehung Minderjähriger , Freiheitsberaubung und Körperverletzung vor dem Hamburger Landgericht verantworten muss, geht die Befragung weiter. Neben ihr sitzen sechs weitere Angeklagte auf den Bänken des Hochsicherheitssaals 237 des Strafjustizgebäudes. Darunter ist auch ihr Lebensgefährte und früherer ARD-Sportmoderator Gerhard Delling.
Wichtige Updates
26.08.2025 14:16 Uhr Der sechste Verhandlungstag geht mit einem Cliffhanger zu Ende. Der israelische Angeklagte will am nächsten Verhandlungstag, am Donnerstag, zur „Operation“ aussagen. Da gebe es „unglaublich viel zu berichten“, sagt er.
26.08.2025 13:20 Uhr Aussage des israelischen Angeklagten beginnt
26.08.2025 08:55 Uhr Angeklagte Block macht ihrem Ex-Mann erneut Vorwürfe
26.08.2025 07:58 Uhr Bott pocht weiterhin darauf, dass die Fragen der Nebenklage schriftlich zu stellen sind. Für diesen Antrag sieht die Staatsanwaltschaft keine rechtliche Grundlage. Philip von der Meden schließt sich der Haltung an, bezeichnet ihn als „rechtlichen Unfug“. Er sagt weiter: „Ich versteh, dass Block, nachdem, was wir bisher gehört haben, wenig Interesse daran hat, sich weiter in Widersprüche zu verstricken.“
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Die Angeklagte Christina Block betritt gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten Gerhard Delling den Saal 237 des Hamburger Strafjustizgebäudes. Ihr Strafverteidiger, der Düsseldorfer Anwalt Ingo Bott, hatte den Saal schon kurz zuvor betreten.
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Die Nebenklage hat erneut das Recht, Fragen an die Angeklagte zu stellen. Noch während Stephan Hensels Anwalt, Philip von der Meden, seine erste Frage stellt, grätscht Blocks Beistand, Ingo Bott, jedoch direkt dazwischen: „Meine Mandantin wird keine Fragen mehr beantworten.“ Es soll ein Schweigen „temporärer Art“ sein, so Bott.
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Bott pocht weiterhin darauf, dass die Fragen der Nebenklage schriftlich zu stellen sind. Für diesen Antrag sieht die Staatsanwaltschaft keine rechtliche Grundlage. Philip von der Meden schließt sich der Haltung an, bezeichnet ihn als „rechtlichen Unfug“. Er sagt weiter: „Ich versteh, dass Block, nachdem, was wir bisher gehört haben, wenig Interesse daran hat, sich weiter in Widersprüche zu verstricken.“
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Die Kammer zieht sich zehn Minuten zur Beratung zurück. Während der Unterbrechung redet Anwalt Ingo Bott mit weiteren Verfahrensbeteiligten. Seine Robe lässt er in dieser Zeit weg und steht dabei mit dem Rücken zum Zuschauerraum. Die auffällige in schwarz-weiß gestaltete Rückenpartie seiner Weste zieht die Blicke der Zuschauer und Berichterstatter auf sich. Zu sehen sind leicht bekleidete Frauen – in unterschiedlichen Posen.
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Die Vorsitzende Richterin Isabel Hildebrandt kehrt nach rund 35 Minuten zurück und verkündet, dass ihre Anordnung zulässig sei. Heißt: Der Nebenklage soll das Fragerecht nicht entzogen werden, sagt sie. Es gebe keinen Anlass, das Fragerecht zu beschränken, der Angeklagten stehe es frei, die Fragen zu beantworten, so Hildebrandt.
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Christina Block will vorerst keine Fragen der Nebenklage beantworten Philip von der Meden setzt also erneut an: „Hatten Sie wirklich nur einmal Kontakt zu August Hanning?“ Block weicht bei einer Antwort aus, liest eine vorbereitete Erklärung vor. Sie habe sich „sehr umfangreich“ eingelassen, auf die Fragen der Richterinnen und Richter, der Staatsanwaltschaft und der Nebenklage. Letzterer wirft sie eine „übergriffige Art“ der Fragestellung vor. Weiter äußert sie den Verdacht, der Seite um ihren Ex-Mann Stephan Hensel sei es offenbar nicht „an Aufklärung gelegen, sondern darum, schmutzige Wäsche zu waschen“. So habe es erst kürzlich wieder Anzeige gegen sie und ihr Umfeld gegeben.
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Angeklagte Block macht ihrem Ex-Mann erneut Vorwürfe Christina Block hat ihrem Ex-Ehemann Stephan Hensel bereits am fünften Prozesstag vorgeworfen, Kontakt zu der gemeinsamen, zweitältesten Tochter aufgenommen zu haben – obwohl er zuvor zwei Jahre keinen Kontakt aufgenommen habe. Auch am sechsten Verhandlungstag kommt Block darauf zurück. Es sei bei der Kontaktaufnahme zu „Vorwürfen und Andeutungen“ gekommen, sagt sie. Hensel soll Antworten aus der Befragung durch seinen Anwalt verwendet haben, um die gemeinsame Tochter zu manipulieren, so der Vorwurf. Dort setze sich das „spaltende Verhalten“ Hensels fort. Nun belästige er auch diese Tochter, die bei Block in Hamburg lebe, und die an diesem Tag „zu Hause saß und bitter weinte“, so die 52-Jährige. Block forderte: „All unsere Kinder müssen hier rausgehalten werden. Ich möchte dieser Manipulation kein weiteres Futter geben.“
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Anwalt Bott beanstandet die Frage und alle weiteren Fragen der Nebenklage. Sein „Lösungsvorschlag“: Fragen schriftlich zu stellen. Die Staatsanwaltschaft sieht darin lediglich eine Wiederholung des gestellten Antrags, über den bereits entschieden wurde. Philip von der Meden muss „erst mal durchatmen“. Er fragt sich, wie man aus diesem „Kindergarten-Spiel“ herauskomme. Wenn das „Spiel“ mit jeder Frage so weiter gehe, dann sitze man noch sehr lange hier, so der Anwalt von Stephan Hensel. Aber, dieses „Konstrukt“, wie die Angeklagte versuche, sich „herauszuwinden“, dürfe nicht sein, so von der Meden.
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Die Kammer zieht sich erneut zur Beratung zurück.
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Richterin Isabel Hildebrandt bestätigt die Zulassung der Frage der Nebenklage.
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Das Gericht entscheidet sich für eine „verfahrensökonomische Vorgehensweise“. Anwalt Philip von der Meden stellt all seine Fragen mündlich, später dann, so Hildebrandt, könne entschieden werden, ob sie beantwortet oder möglicherweise beanstandet werden.
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Von der Meden stellt Fragen zur Einlassung von Christina Block, zu mehreren Sicherheitsfirmen, zu möglichen Verbindungen zum ehemaligen Chef des Bundesnachrichtendienstes August Hanning.
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