Da war die Angst. Die Sorge um die Kinder. Und der Gedanke, dass diese in der Hand von maskierten Männern sind. „Ich habe mich darum gekümmert, dass ich meine Kinder in Sicherheit bringe. Das war mein großer Fokus“, sagt Christina Block am fünften Prozesstag vor dem Landgericht Hamburg. Die Hamburger Unternehmerin spricht immer wieder davon, in welcher Unsicherheit, in welchem Wechselbad der Gefühle sie sich befunden habe. „Es war unwirklich.“

Zu diesem Zeitpunkt Anfang Januar 2024 hatte Christina Block die beiden jüngsten ihrer vier Kinder seit Jahren nicht gesehen. Sie waren nach einem Besuch bei ihrem Vater Stephan Hensel, dem Ex-Mann der Hamburgerin, in Dänemark geblieben. Und nun hieß es, sie seien von Fremden in der Neujahrsnacht aus Dänemark nach Deutschland und hier in den Süden des Landes gebracht worden, stellt es die wegen Kindesentziehung angeklagte vierfache Mutter dar. Ferner sei ihr gesagt worden, sie könne zu ihnen fahren. Groß war die Hoffnung, dass sie die damals 13 Jahre alte Tochter und ihren seinerzeit zehn Jahre alten Sohn endlich wieder in die Arme schließen könne.

Angeklagte Christina Block über ihre Gedanken nach der mutmaßlichen Entführung

Als ein Taumeln zwischen Hoffnung und Angst schildert sie ihre Gefühle, die sie auf dem Weg von Hamburg nach Baden-Württemberg empfand. Dort seien ihr Sohn und ihre jüngste Tochter in der Neujahrsnacht nach der mutmaßlichen Entführung auf einem Bauernhof untergebracht worden.