Unternehmerin Christina Block wird vorgeworfen, die Entführung zwei ihrer eigenen Kinder aus der Obhut ihres Ex-Mannes in Auftrag gegeben zu haben. Die 52-Jährige vertraut dabei auf ihren Verteidiger Ingo Bott. Doch nun ist der Rechtsanwalt aus Düsseldorf selber ins Visier der Staatsanwaltschaft Hamburg geraten. Der Verdacht: Hat er sich zu Unrecht mit akademischen Titeln geschmückt?
Wie die Staatsanwaltschaft auf Anfrage des Hamburger Abendblattes, das wie diese Redaktion zur Funke Mediengruppe gehört, mitteilte, wurde gegen Bott nach abgeschlossener Vorprüfung nunmehr ein Ermittlungsverfahren wegen des Missbrauchs von Titeln eingeleitet. „Es liegen – jedenfalls – konkrete Anhaltspunkte dafür vor, dass er sich auf der Website der von ihm geführten Rechtsanwaltskanzlei bis zum 19.08.2025 als ,Prof. Dr. Dr.‘ bezeichnete, obwohl ihm die akademischen Titel ,Professor‘ und (in einem Fall) ,Doktor‘ nur ehrenhalber (h.c. = honoris causa) von zwei Universitäten in Peru verliehen worden sein sollen“, sagte Oberstaatsanwältin Melina Traumann dieser Zeitung.



