Er ist der höchste und größte aktive Vulkan Europas: Der Ätna auf der Mittelmeerinsel Sizilien (Italien) ist wieder einmal ausgebrochen. Laut dem italienischen Institut für Geophysik und Vulkanologie (INGV) ist Asche aus den Gipfelkratern ausgetreten. Die Höhe konnte am Montagabend nicht eingeschätzt werden.

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Der Vulkanausbruch hat starke Auswirkungen auf den Flugverkehr: Es wurde die höchste Warnstufe ausgerufen. Der Flughafen von Catania blieb aber vorerst geöffnet.
Ätna ausgebrochen: Größter aktiver Vulkan Europas zieht Schaulustige an
Dass der Ätna ausbricht, ist keine Seltenheit. Es passiert regelmäßig, daher wird der Vulkan streng überwacht. Weil die Ausbrüche mit Lava und Asche, strombolianische Eruptionen genannt, so eindrucksvoll sind, kommen regelmäßig Schaulustige zu dem Vulkan.
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Doch der Bürgermeister der Ätna-Gemeinde Biancavilla, Antonio Bonanno, hat inzwischen genug von sorglosen Touristen: Es gilt daher ein neuer Mindestabstand am Vulkan. Es ist ab sofort verboten, sich den Lavaströmen in den oberen Bereichen zu nähern. Ein Mindestabstand von 50 Metern muss gewahrt werden.
Wegen waghalsiger Selfie-Aktionen: Bürgermeister verhängt Mindestabstand am Ätna
Mehrfach waren allein in diesem Sommer ganze touristische Gruppen auf dem Vulkan unterwegs, um auf etwa 2300 Meter Höhe den aktiven Vulkan zu besteigen – mit dabei das Smartphone, um möglichst beeindruckende Fotos zu schießen.
Der Zugang zum Ätna bleibt bestehen, jedoch unter sicheren Bedingungen und mit klaren Regeln. In Begleitung von Bergführern oder Vulkanologen sind Ausflüge weiterhin erlaubt, wenn Schutzausrüstung samt Helm getragen wird. „Der Ätna ist ein außergewöhnliches Naturerbe, aber auch eine sich ständig verändernde Realität“, sagte Bonnano. „Bewundern ja – herausfordern nein. Alle müssen Verantwortung übernehmen.“
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Ätna hatte seit Anfang August rumort – nun brach er wieder aus
Die derzeit am weitesten vorgeschobene Lavafront befindet sich nach Angaben des Nationalen Instituts für Geophysik und Vulkanologie auf dem Gebiet seiner Gemeinde, oberhalb der sogenannten Grotta degli Archi (Höhle der Bögen). Immer wieder kommt es dort auch zu Explosionen. Bislang wurde niemand verletzt.
Der Ätna ist mehr als 3300 Meter hoch. Durch die wiederkehrenden Ausbrüche verändert sich seine Höhe, da Schlackenkegel entstehen. Seit Anfang August hatte der Vulkan wieder rumort. In den vergangenen Jahrhunderten kam es mehrfach zu spektakulären Ausbrüchen. Bei der mutmaßlich schlimmsten Katastrophe 1669 starben nach historischen Überlieferungen mehr als 20.000 Menschen.
dpa/viv





