In Kalifornien ist ein Fall von Pest bestätigt worden. Das teilten die Behörden des El Dorado County am Dienstag mit. Betroffen ist ein Bewohner der Region South Lake Tahoe, der sich offenbar beim Camping infiziert hat. Die Person befindet sich derzeit zu Hause und wird medizinisch überwacht.

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Nach Angaben der Gesundheitsbehörde ist es wahrscheinlich, dass ein infizierter Floh die Infektion übertragen hat. Diese Flöhe sitzen häufig auf Nagetieren wie Eichhörnchen oder Streifenhörnchen, können aber auch Haustiere wie Hunde oder Katzen befallen.

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Zwischen 2021 und 2024 wurden bei Kontrollen in El Dorado County 41 Nagetiere identifiziert, die der Pest ausgesetzt waren. In diesem Jahr wurden bisher vier weitere positiv getestete Tiere registriert, alle im Tahoe-Becken.

Die Pest: Übertragung und Symptome

Die Pest wird durch das Bakterium Yersinia pestis verursacht und kann durch infizierte Flohbisse auf den Menschen übertragen werden. Symptome treten in der Regel innerhalb von zwei Wochen auf und umfassen Fieber, Schüttelfrost, geschwollene Lymphknoten, Schwäche und Übelkeit. Wird die Erkrankung früh erkannt, kann sie mit Antibiotika behandelt werden.

Menschliche Fälle der Pest sind in den USA selten. Laut den US-Zentren für Seuchenkontrolle (CDC) werden im Durchschnitt sieben Fälle pro Jahr gemeldet, vor allem in ländlichen Gebieten des Westens. Der letzte bekannte Fall in El Dorado County datiert aus dem Jahr 2020.

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Um eine Infektion zu vermeiden, rät die CDC unter anderem dazu, den Kontakt mit wilden Nagetieren zu vermeiden, Haustiere mit Flohschutzmitteln zu versorgen und Insektenschutzmittel auf Haut und Kleidung aufzutragen. Hunde und Katzen sollten nicht mit kranken oder toten Nagetieren in Kontakt kommen.

Kein Pest-Risiko in Deutschland

Anders als in den USA gilt eine Ansteckung mit der Pest in Deutschland als äußerst unwahrscheinlich, erklärt das Robert-Koch-Institut (RKI). In Deutschland und anderen Regionen Europas ist das Bakterium in Wildtierbeständen nicht mehr nachweisbar. Auch das Risiko, dass Reisende den Erreger einschleppen, wird vom RKI wegen der kurzen Inkubationszeit als gering eingeschätzt.

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Weltweit ist die Pest zwar selten geworden, sie war aber für mehrere historische Pandemien verantwortlich. Zwischen 2010 und 2015 wurden laut Weltgesundheitsorganisation rund 3.200 Fälle gemeldet, mit 584 Todesfällen. In Deutschland sind in den vergangenen Jahrzehnten keine Fälle aufgetreten.