In Fort Collins, Colorado, tauchen immer öfter auffällig deformierte Wildkaninchen auf: Schwarze, stachel- und tentakelartige Wucherungen an ihren Köpfen, oft um Maul und Augen herum. Die Anwohner nennen sie „Frankenstein-Kaninchen“ – Forschende sprechen von einer Infektion mit dem Baumwollschwanz-Papillomavirus (CRPV), auch Shope-Papillomavirus genannt.

Jeden 2. Sonntag
Ein FUNKE Liebe
Alle zwei Wochen sonntags: Antworten auf Beziehungsfragen – ehrlich, nah und alltagstauglich.
Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.
Das Virus, das vor allem Baumwollschwanzkaninchen im Mittleren Westen befällt, wird hauptsächlich durch Mücken und Zecken übertragen. Ein Stich oder Biss reicht, um zunächst kleine rote Erhebungen zu verursachen, die später zu harten, keratinisierten Tumoren wachsen. In einigen Fällen entstehen daraus horn- oder tentakelartige Auswüchse, in schweren Fällen auch bösartige Hauttumoren, die lebensgefährlich sein können.
There are rabbits in Fort Collins, Colorado, that have been observed with horn-like , tentacles growths due to the Shope papilloma virus (SPV).
— PeacefulCanvas (@PeacefulxCanvas) 12. August 2025
Here's a breakdown:
1. Shope Papilloma Virus (SPV): This is a real virus, specifically a papillomavirus, that affects rabbits. It… pic.twitter.com/8M0wdDlGTV
Kaninchen-Virus: Wucherungen können das Sehen beeinträchtigen
In Fort Collins berichtete die Bewohnerin Susan Mansfield dem Nachrichtenmedium 9News von einem Kaninchen, das sie über zwei Jahre immer wieder sah – jedes Mal mit größeren schwarzen Stacheln um das Maul. „Ich dachte, es würde den Winter nicht überstehen, aber es kam zurück – und die Wucherungen waren gewachsen“, erzählt sie.
Für Menschen und Haustiere gilt das Virus laut Colorado Parks and Wildlife als ungefährlich, dennoch wird dringend geraten, den Tieren fernzubleiben und keine Hilfeversuche zu unternehmen. Denn die Wucherungen können bei den Tieren das Sehen, Hören und Fressen stark beeinträchtigen. Manche Kaninchen verhungern, weil sie mit den deformierten Mäulern keine Nahrung aufnehmen können.
Hera Is The Reason 🚨
— NO CONTEXT MEME (@ssmb291_) 13. August 2025
There are rabbits in Fort Collins, Colorado, that have been observed with horn-like , tentacles growths due to the Shope papilloma virus (SPV).
Here's a breakdown:
1. Shope Papilloma Virus (SPV): This is a real virus, specifically a papillomavirus, that… pic.twitter.com/nKYX0QT9d6
Virus bei Kaninchen: Auch Hauskaninchen können infiziert werden
Hauskaninchen können ebenfalls infiziert werden, wenn sie ungeschützt Mücken und Zecken ausgesetzt sind. Tierärzte raten deshalb zu Schutzmaßnahmen gegen Insekten und können Tumoren bei Bedarf chirurgisch entfernen, um ein Fortschreiten zu verhindern.

Das auffällige Erscheinungsbild dieser Tiere könnte eine jahrhundertealte Legende befeuert haben: die vom „Jackalope“, einem Kaninchen mit Antilopengeweih. Schon in wissenschaftlichen Büchern des 18. Jahrhunderts finden sich Abbildungen von „gehörnten“ Kaninchen – möglicherweise ebenfalls Opfer des Papillomavirus.





