Die brütende Sommerhitze breitet sich in Europa aus und trifft besonders beliebte Reiseziele wie Spanien, Italien und Frankreich. Auch in Deutschland steigen die Temperaturen vielerorts über die 30-Grad-Marke. Die anhaltende Trockenheit verschärft zugleich die Gefahr schwerer Waldbrände. Während Frankreich gerade erst einen großflächigen Brand in weiten Teilen eindämmen konnte, stehen nun Teile Nordspaniens in Flammen.
Nordspanien: Über 1000 Menschen mussten ihre Häuser verlassen
Im Nordwesten Spaniens sind wegen anhaltender Waldbrände über 1000 Menschen evakuiert worden. Wie die örtlichen Behörden am Sonntag mitteilten, breiteten sich die Brände in den Provinzen Kastilien und León wegen heftiger Winde und hoher Temperaturen weiter aus. Rund 400 Menschen seien rund um die Gemeinde Carucedo evakuiert worden, weitere 700 aus mehreren Ortschaften nahe der Unesco-Weltkulturerbestätte Las Médulas.

Nach Angaben der Feuerwehr erschwerten die sengenden Temperaturen, niedrige Luftfeuchtigkeit und heftige Winde die Löscharbeiten. Rund 60 Soldaten der militärischen Notfalleinheit UME und 20 Einsatzfahrzeuge seien in das Gebiet entsandt worden, um sich an den großangelegten Löscharbeiten zu beteiligen. Flugzeuge und Bulldozer kämen zum Einsatz, um eine Brandschneise zu schaffen.
Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez dankte den Einsatzkräften im Onlinedienst X „für ihren unermüdlichen Einsatz“
Waldbrände in Griechenland: Starker Wind erschwerte die Löscharbeiten
In Griechenland haben die Einsatzkräfte am Wochenende zahlreiche Brände unter Kontrolle gebracht. Die Brandgefahr bleibt jedoch aufgrund anhaltender Trockenheit und starker Winde weiterhin hoch, wie der Zivilschutz mitteilte.

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Besonders betroffen war die Region südöstlich von Athen. Dort verbrannten nach Angaben des meteorologischen Dienstes knapp 1.600 Hektar landwirtschaftlich genutztes Land sowie Wald- und Buschflächen. Zahlreiche Ortschaften mussten vorsorglich evakuiert werden, rund 400 Menschen wurden aus gefährlichen Situationen gerettet. Bereits am Freitag kam ein Mann ums Leben, dessen abgelegenes Haus von den Flammen eingeschlossen worden war.
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Dutzende Häuser wurden zerstört, zahlreiche Tiere verendeten. Auch auf der Halbinsel Peloponnes, im Nordosten des Landes sowie auf der Insel Samothraki kam es zu Bränden. Die Feuerwehr hatte die Lage dort laut griechischen Medien am Sonntag weitgehend unter Kontrolle.
Die Behörden prüfen weiter die Ursachen der Feuer. In einer Ortschaft nahe Athen vermutet der Bürgermeister Brandstiftung. Vor Ort sei am Freitag eine Gasflasche gefunden worden, zudem habe es Hinweise auf eine verdächtige Person auf einem Motorrad gegeben, sagte er dem Fernsehsender ERTnews.
Italien: Feuer am Vesuv bei Neapel
Auch das beliebte Urlaubsland Italien war betroffen: Ein Waldbrand an den Ausläufern des Vesuv hat die Feuerwehr in Atem gehalten. Nach Angaben der Feuerwehr waren am Wochenende an den Hängen des Vulkans südlich von Neapel zwölf Teams im Einsatz, um das Feuer zu löschen. Aus Sicherheitsgründen wurden sämtliche Wanderwege im Vesuv-Nationalpark „bis auf Weiteres“ für Touristen gesperrt.
Die Einsatzkräfte in dem am Golf von Neapel gelegenen Nationalpark wurden nach Angaben der Behörden von sechs Löschflugzeugen unterstützt. Aus anderen Regionen wurde Verstärkung angefordert, zum Einsatz kamen außerdem Soldaten. Die Feuerwehr setzte zur Überwachung des Feuers Drohnen ein.
Nach Angaben des Leiters des Vesuv-Nationalparks, Raffaele de Luca, war ein Gebiet von 500 Hektar von dem Brand betroffen. Die Staatsanwaltschaft leitete Ermittlungen zur Brandursache ein. Das Feuer war am Freitag ausgebrochen.
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Waldbrände auch in Südspanien und Frankreich
Letzte Woche Dienstag mussten in Südspanien zahlreiche Hotels geräumt werden, nachdem bei Tarifa ein Waldbrand ausgebrochen war. Nach Angaben der Regionalregierung Andalusiens brach das Feuer in einem Wald nahe des bei Touristen beliebten Badeorts an der Meerenge von Gibraltar aus.
Demnach mussten sieben Hotels, zwei Campingplätze und 5000 Fahrzeuge evakuiert werden. Innerhalb einer „Rekordzeit“ habe „eine große Anzahl an Menschen“ in Sicherheit gebracht werden müssen, sagte Andalusiens Innenminister António Sanz vor Journalisten. Der durch heftige Winde angefachter Waldbrand konnte mittlerweile unter Kontrolle gebracht werden. Die Einsatzkräfte sollten aber vorerst vor Ort bleiben, um ein mögliches Wiederaufflammen des Brandes zu verhindern, teilten die Behörden mit.
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Frankreich: Hitzewelle führt zu Waldbrand
Auch das benachbarte Frankreich war letzte Woche von einer Hitzewelle betroffen. Bei dem bisher größten Waldbrand des Sommers in Frankreich hat es ein erstes Todesopfer gegeben. Eine Frau starb in ihrer Wohnung in der Gemeinde Saint-Laurent-de-la-Cabrerisse im Département Aude in der Nähe von Narbonne, wie regionale Behörden letzten Mittwoch mitteilten.
Mittlerweile hat die Feuerwehr den großen Flächenbrand in weiten Teilen gelöscht. Die Arbeiten im Süden des Landes halten aber an. Etliche Einsatzkräfte bleiben weiterhin vor Ort, um das Feuer vollständig zum Erliegen zu bringen, wie es von der örtlichen Präfektur am Sonntagabend hieß.
Der Brand, der am Dienstagnachmittag in der Gemeinde Ribaute in Okzitanien ausgebrochen war, hatte sich auf 16.000 Hektar ausgebreitet. Eine Frau war bei dem Feuer gestorben, 25 Menschen wurden verletzt.
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Tagelang hatte der riesige Brand die Einsatzkräfte und die Menschen vor Ort in Atem gehalten. Bei Trockenheit und starken Wind hatten die Flammen rasend schnell um sich gegriffen. Etliche Menschen mussten ihr Zuhause verlassen. Manche verloren es durch das Feuer.
pau/ef/AFP/dpa












