• Prinz Andrew gilt als schwarzes Schaf der britischen Monarchie
  • Ein neues Enthüllungsbuch bringt ihn nun wieder in aller Munde
  • Es geht unter anderem um Details zu seiner Beziehung zu Epstein

Um Prinz Andrew (65) reihen sich seit Jahren Skandale um Skandale. Nun schlägt ein neues Enthüllungsbuch Wellen. Nachdem die Queen ihrem Sohn im Jahr 2021 seine militärischen Dienstgrade aberkannt, seine royalen Schirmherrschaften sowie den Titel „Ihre Königliche Hoheit“ entzogen hatte, schien es, als könne Andrew nicht tiefer fallen. Doch das Buch „Entitled – The Rise and Fall of the House of York“ hat das Potenzial, den Herzog von York endgültig in den Abgrund zu stoßen.

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Die Details aus dem Buch des Investigativjournalisten Andrew Lownie, der zahlreiche Quellen heranzieht, stellen Andrew in ein äußerst schlechtes Licht. „Seine Reisen um die Welt als britischer Handelsbotschafter und in anderen königlichen Aufgaben haben ihm Zugang zu wunderschönen Frauen verschafft, und er hat das voll ausgenutzt“, so zitiert Lownie einen Freund von Andrew. Das Buch erscheint am 14. August, bereits vorab stellte die britischen „Daily Mail“ einen Auszug daraus zur Verfügung – weltweit berichten Medien über das, was Lownie zusammengetragen hat.

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Der Autor hat sich viel Zeit genommen, um die Etappen des Sohns der verstorbenen Queen und Bruder von König Charles auseinanderzunehmen: Vier Jahre hat Lownie zu Prinz Andrew recherchiert. Mehr als 100 Interviews wurden geführt. Auf fast 450 Seiten wird ein machtbesessener Mann beschrieben, der von Geld und Gier durchdrungen war.

Besonders die Passagen über Andrews Verbindung zu dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein (1953–2019) und dessen Komplizin Ghislaine Maxwell (63) wirken verstörend wie gleichermaßen brisant in Zeiten, in denen die potenziellen Verbindungen zu Epstein gerade auch den US-Präsidenten Donald Trump unter Druck setzen. So zitiert Autor Lownie Epstein mit der Aussage, Andrew sei „perverser als ich“.

Prince Andrew and Virginia Roberts
Das Foto zeigt Prinz Andrew und Virginia Giuffre .Sie verklagte ihn später wegen sexuellen Missbrauchs. © picture alliance | Captital Pictures

Auch die verstorbene Virginia Giuffre, die zu den bekanntesten Opfern im Missbrauchsskandal Epstein zählte, wird mit der Darstellung von Orgien auf Epsteins Privatinsel Little Saint James zitiert. Der Prinz, der sich seit Jahren weigert, in die USA zu reisen, hat stets jede Schuld bestritten – auch die Missbrauchsvorwürfe von Virginia Giuffre.

Prince Harrys Sprecher äußert sich: Anschuldigen sind unwahr

Selbst im Palast habe Andrew sich keineswegs als treuer Ehemann aufgeführt, heißt es. Ein Kindermädchen habe gekündigt, weil er ihm unliebsame Avancen machte. „Als ich anfing“, erinnerte sich eine Mitarbeiterin, „wurde ich ermahnt, mich von ihm fernzuhalten. Er betrat manchmal die Personalunterkünfte. Es schien, als wüsste jeder von seinem Verhalten, aber es wurde wenig dagegen unternommen.“ Und ein Mitarbeiter des Buckingham Palace wird zitiert, dass Andrew „immer die schlimmsten Flittchen zum Essen mit seiner Mutter hochschleppte.“ Die Frauen hätten sich untereinander geradezu Konkurrenz gemacht.

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Das Buch hatte bereits zu Reaktionen geführt: Ein Sprecher von Prinz Harry hat Berichte über Rangeleien mit Prinz Andrew zurückgewiesen. „Ich kann bestätigen, dass beide Anschuldigungen unwahr sind“, teilte er dem US-Magazin „People“ mit und widersprach damit den Darstellungen. In dem Buch, so heißt es, werde behauptet, Prinz Harry und sein Onkel Prinz Andrew seien 2013 bei einem Familientreffen handgreiflich geworden. Der Streit soll eskaliert sein, nachdem Andrew sich abfällig über Harry geäußert habe. Laut Buchautor flogen sogar die Fäuste, Andrew soll danach eine blutige Nase gehabt haben.

Britisches Königshaus: Enthüllungen könnten sich negativ auswirken

Das Buch unterstellt Andrew zudem, er habe Harrys Beziehung zu Herzogin Meghan hinterfragt und sie als „Opportunistin“ bezeichnet. Zudem soll er prophezeit haben, die Ehe werde nicht von Dauer sein. Auch diese Darstellung weist Harrys Sprecher entschieden zurück: „Prinz Andrew hat niemals solche Kommentare über die Herzogin von Sussex gegenüber Prinz Harry gemacht.“

Britain Royals Thanksgiving King Constantine
Prince Andrew und Sarah, Duchess of York, sind seit 1996 geschieden. Sie haben zwei gemeinsame Kinder. © picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Chris Jackson

Die neusten Enthüllungen über den Prinzen, der in dem Buch als „nicht der intelligenteste Mann“, „ein nützlicher Idiot“ und „schlechter Menschenkenner“ beschrieben wird, könnte sich, so ist in Medienberichten zu lesen, nicht nur auf ihn, sondern auf das gesamte Königshaus negativ auswirken. Einer der Insider, der in dem Buch zur Sprache kommt, meint gar, es könnte das Ende der britischen Monarchie sein, würden alle Details über Prinz Andrew und seine Verbindungen zu Jeffrey Epstein und deren Gehilfin Ghislaine Maxwell ans Licht kommen.