Ein zweiter Meter langer Wels. 90 Kilogramm schwer. Obwohl die Fische dafür bekannt sind, ziemlich groß zu werden, ist das eine beachtliche Größe. Doch das im Brombachsee in Bayern beheimatete Exemplar war mehrfach unangenehm mit Badegästen zusammengestoßen. Fünf Menschen sollen durch das Tier verletzt worden sein.

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Mehrere Menschen mussten am Freitag mit Biss- und Fleischwunden versorgt werden, wie unter anderem das ZDF berichtete. Das Rote Kreuz kam den Verletzten zu Hilfe und versorgte die Wunden. Und auch die hinzugerufene Polizei kam hinzu und sperre die Badestelle ab. Auch, weil zu diesem Zeitpunkt ein Musikfestival stattfand.

Europäische Welse schützen ihre Nester

Weiter hieß es, ein Polizist habe einfach seine Dienstwaffe gezogen und das Tier erschossen. Ob das Tier in einer Notsituation war, aus Hunger handelte oder unter einer Krankheit litt, ist nicht bekannt. Auch darüber, ob der Polizist gesetzeskonform handelte oder ihn Konsequenzen erwarten, liegen keine Informationen vor.

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Der Waller – auch bekannt unter dem Namen Europäischer Wels – ist der größte Süßwasserfisch Europas. Er kann bis zu drei Meter lang und bis zu 150 Kilogramm schwer werden. Er ernährt sich von anderen Fischen wie Schleien, Rotaugen oder Karpfen. Neben lebenden und toten Fischen werden auch Amphibien, Krustentiere, Insekten, Würmer oder junge Wasservögel vertilgt.

Zusammenstöße zwischen Wels und Mensch sind selten

Derartige Zusammenstöße zwischen Mensch und Wels sind sehr selten. Besonders männliche Welse können während der Brutpflege aggressiv reagieren, wenn sich jemand dem Nest nähert. Seine kleinen Zähne können durchaus Wunden verursachen. Eine Gefahr stellt der Wels aber in der Regel nicht dar. Möglich also, dass es sich bei dem Tier aus Bayern lediglich um ein Männchen bei der Verteidigung seines Nachwuchses handelte. Dass das vorab überprüft worden wäre, ist nicht bekannt.

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Fischer hätten das Tier nach dem tödlichen Schuss geborgen. Die Polizei gab den See anschließend wieder frei.