Zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage ist in Künzelsau bei Heilbronn ein Biber offenbar mit einer Armbrust getötet worden. „Es konnten abermals zwei schwarz/goldene Armbrustbolzen im Körper des Tieres fest- und sichergestellt werden“, heißt es in einer Mitteilung der Polizei.

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Laut SWR hatte eine Spaziergängerin das tote Tier am Dienstag am Ufer eines Sees entdeckt. Bereits am Dienstag in der vergangenen Woche hatten Mitarbeiter eines Bauhofs in der Gegend ebenfalls einen verendeten Biber gefunden. Auch bei ihm stellte die Polizei Armbrustbolzen sicher. Ob sie tatsächlich vom selben Täter stammen, bleibt aber noch offen, heißt es laut SWR bei der Polizei.
Die Polizei ermittelt wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz und sucht nach mögliche Zeugen. Die Tierschutzorganisation PETA hatte bereits für Hinweise eine Belohnung von 1.000 Euro ausgesprochen, sollten diese zu einer rechtskräftigen Verurteilung der tatverantwortlichen Personen führen.
Biber mit Armbrust getötet: Zweites Tier innerhalb von einer Woche
Die Hintergründe sind unklar. In viele Regionen Deutschlands beklagen Landwirte aber, dass die wachsende Biber-Population ihnen zu schaffen macht. Horst Wenk vom Landesbauernverband Baden-Württemberg sagte der „Schwäbischen Zeitung“ zum Beispiel: „Biber richten enorme Schäden in landwirtschaftlichen und forstwirtschaftlichen Kulturen an. Die Schäden entstehen teilweise durch die Überschwemmung landwirtschaftlicher Nutzflächen, teilweise durch Fraßschäden, teilweise durch Zerstörung der Uferbereiche durch Untergraben und Aushöhlen.“
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Auch der Bauernverband von Niedersachsen fordert daher ein Konzept für ein landesweites Bibermanagement, das auch Entschädigungszahlungen für betroffene Bauern vorsieht. „Biberschutz darf nicht auf Kosten der Landwirtschaft gehen“, sagte die Sprecherin des Landvolks Niedersachsen, Sonja Markgraf, der Deutschen Presse-Agentur. „Wir wünschen uns beim Thema Bibermanagement mehr Tempo.“
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Niedersachsens Umweltminister Christian Meyer kündigt für das zweite Halbjahr 2025 ein Biberkonzept an. Unter anderem sollen landesweit Bibersachverständige aktiv werden. „Die Rückkehr des Bibers nach Niedersachsen ist ein Erfolg des Artenschutzes“, sagte der Grünen-Politiker der dpa. Der Biber trage zu einer ökologischen Gewässerentwicklung bei, unterstütze den Wasserrückhalt in der Fläche und schaffe Biotope für viele bedrohte Fischarten. „Zu 90 Prozent ist seine Rückkehr positiv für den Gewässerhaushalt“, betonte Meyer. Das geplante Biberkonzept werde aber auch auf Probleme und Konflikte eingehen.
les/dpa







