Er könnte der Erde ähnlicher sein, als je ein anderer Expoplanet zuvor: Kepler-725c. Der Planet liegt in der habitablen Zone eines sonnenähnlichen Sterns – und wurde erstmals von internationalen Forschern aus China und Deutschland durch eine selten genutzte Analysemethode nachgewiesen.

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Die Studie, kürzlich im Fachjournal „Nature Astronomy“ veröffentlicht, zeigt, dass Kepler-725c rund 2.472 Lichtjahre von der Erde entfernt liegt. Er besitzt etwa die zehnfache Masse unseres Planeten und gilt somit als sogenannte „Supererde“. Besonders auffällig: „Er umkreist seinen Stern in 207,5 Tagen – ein Zeitraum, der mit dem Erdjahr vergleichbar ist“, teilt Dr. Gu Shenghong, Teamleiter von der Chinesischen Akademie der Wissenschaften, in der Studie mit. Ob der Planet über eine Atmosphäre verfügt oder gar flüssiges Wasser beherbergt, ist derzeit noch unklar.
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Kepler-725c: Potenziell bewohnbare Erde durch neue Methode entdeckt
Bemerkenswert ist nicht nur die potenzielle Bewohnbarkeit des Planeten – sondern auch die Methode, mit der er entdeckt wurde. Kepler-725c wurde nicht direkt beobachtet, sondern durch sogenannte Transitzeitvariationen (TTV) nachgewiesen. Dabei analysierten Forscher winzige zeitliche Abweichungen in der Umlaufbahn des bereits bekannten Gasriesen Kepler-725b, um Rückschlüsse auf einen unsichtbaren Begleiter zu ziehen.
„Durch die Analyse der TTV-Signale von Kepler-725b konnte das Team erfolgreich die Masse und Bahneigenschaften des verborgenen Planeten Kepler-725c ableiten“, erklärt Dr. Sun Leilei, Co-Autorin der Studie. Es ist das erste Mal, dass ein potenziell lebensfreundlicher Exoplanet mit dieser Methode entdeckt wurde.
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5.500 Exoplaneten – Kepler-725c interessantester Kandidat für außerirdisches Leben
Weltweit haben Astronomen mittlerweile mehr als 5.500 Exoplaneten identifiziert – viele davon mit Hilfe von Teleskopen wie Kepler, TESS oder dem James-Webb-Weltraumteleskop. Doch nur wenige befinden sich in der habitablen Zone. Kepler-725c zählt nun zu den interessantesten Kandidaten bei der Frage, ob es irgendwo da draußen Leben gibt. „Wir kommen der Antwort, ob wir allein im Universum sind, mit jeder Entdeckung ein Stück näher“, betont Projektleiter Shenghong.






