„Tagesschau“-Moderator Jens Riewa nennt es ein „Stück Geschichte“, das zu Ende geht. Ein Zuschauer nennt es eine „unfassbar bodenlose Entscheidung“. Am Wochenende wird es bei den Tagesthemen keinen Nachrichtenblock mehr geben. Riewa hatte die Änderung auf seinem Instagram-Account verkündet. Viele Nutzer sehen darin eine Einsparmaßnahme und zeigen sich verärgert.
„Tagesthemen“: Kein Nachrichtenblock mehr an den Wochenenden
Es bleibt natürlich dabei, dass in der Tagesschau um 20 Uhr weiterhin überregionale Nachrichten ausgestrahlt werden. Später, um 21.45 Uhr, 22.15 Uhr oder 22.45, je nach Wochentag, gibt es bei den „Tagesthemen“ einen weiteren Nachrichtenblock, der in der Regel von der Sprecherin bzw. dem Sprecher der 20-Uhr-Sendung verlesen wird. In den „Tagesthemen“ werden ansonsten noch analytischere Beiträge wie Reportagen und Interviews zu bestimmten Themen gezeigt. Sie sind mit etwa 30 bis 35 Minuten zudem deutlich länger.
Zumindest an Samstagen und Sonntagen fällt der Nachrichtenblock nun aber weg. Die Änderung gilt bereits seit dem 1. Juni 2025. Von Montag bis Freitag bleibt der Ablauf aber wie gehabt. Dann übergibt wie gehabt der „Tagesthemen“-Sprecher an den „Tagesschau“-Moderator, damit dieser die restlichen Nachrichten des Tages vorträgt.
Riewa: „Es steht mir nicht zu, das zu beurteilen“
Jens Riewa gibt sich in seinem mit einem Selfiestick aufgenommenen Video neutral dieser Entscheidung gegenüber. „Es steht mir nicht zu, das zu beurteilen“, so Riewa. Er finde jedoch, dass ein Stück Geschichte ende. Instagram-Nutzer wiederum dürfen diese Entscheidung kommentieren und tun dies ziemlich ungehemmt.
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So schreibt ein Nutzer ironisch: „Die Welt achtet ja bekanntlich darauf, an Wochenenden mit wichtigen Ereignissen Pause zu machen.“ Ein anderer erklärt: „Ich muss sagen, dass ich das nicht gut finde.“ Die Blöcke seien wichtig, „um auch in dieser Sendung vollumfängliche Information und Sichtbarkeit für alle wichtigen Themen zu schaffen – und dafür sind sie die beste Lösung.“
Zuschauer vermuten Einsparmaßnahme
Eine weitere Nutzerin vermutet hinter der Änderung Personaleinsparungen. „Aber wir Zuschauer dürfen das beurteilen, und ich als Zuschauerin finde das schon mal merkwürdig und sehr schade.“ Man bekomme als Zahler der GEZ-Gebühren immer weniger für die Beiträge, sagt sie weiter.
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Die Tagesthemen werden von der ARD-aktuell-Redaktion produziert. Diese ist beim Norddeutschen Rundfunk (NDR) in Hamburg angesiedelt.
ARD: „Zugunsten von vertiefenden Interviews“
Laut dem Magazin „Spiegel“, das über die Änderung berichtete, habe der Sender ARD die Entscheidung folgendermaßen begründet: „Bei bestimmten Nachrichtenereignissen hat die Redaktion bereits in der Vergangenheit in der 20-minütigen Ausgabe am Wochenende auf den Nachrichtenblock verzichtet – zugunsten von vertiefenden Interviews oder erklärenden Elementen. Das soll nun vermehrt geschehen und dient der konsequenten Weiterentwicklung der Sendung.“
Für Jens Riewa, der diese Nachricht durch seinen Post an die Öffentlichkeit brachte, hat die Neuerung einen Vorteil: „Ich habe somit gleich nach der Tagesschau um 20 Uhr Feierabend.“





