- Constantin Schreiber verlässt die „Tagesschau“
- Lange war nicht bekannt, wohin es ihn zieht
- Nun sorgt er mit einer Ankündigung für Debatten
Erst vor rund zwei Wochen wurde bekannt, dass „Tagesschau“-Sprecher Constantin Schreiber die wohl bekannteste Nachrichtensendung Deutschlands verlässt. „Auf eigenen Wunsch“ hieß es damals vonseiten der ARD, Schreiber selbst postete auf Instagram: „Es war mir eine Ehre“ und „Alles hat seine Zeit“.
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Der Abschied von Schreiber unterschied sich von anderen
Am gestrigen Sonntag fand nun, wie angekündigt, die letzte Sendung des 45-Jährigen statt. Doch etwas war anders als bei anderen Abschiedssendungen. Judith Rakers etwa, die im vergangenen Jahr die „Tagesschau“ verließ, erhielt nach ihrer Abmoderation Applaus und Blumen durch das Team, die Fernsehzuschauer konnten die Verabschiedung noch verfolgen. Linda Zervakis, die 2021 noch während der Corona-Pandemie ausschied, erhielt am Ende ihrer letzten „Tagesthemen“-Sendung von Ingo Zamperoni einen Blumenstrauß – gemeinsam tranken die beiden dann noch einen Ouzo.
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Man kann also sagen: Das Team der „Tagesschau“ lässt sich gerne etwas einfallen, um die scheidenden Sprecherinnen und Sprecher auch vor der Kamera zu verabschieden. Anders jedoch bei Constantin Schreiber. Zwar wies er selbst die Zuschauer am Ende der Sendung darauf hin, dass dies seine letzte Sendung war, verabschiedete und bedankte sich, blieb dann am Ende aber allein im Studio, während die bekannte Abschlussmelodie lief. Von Applaus oder Blumen keine Spur.
Doch noch Applaus für Constantin Schreiber
Ein vergleichsweise ruhiger Abschied also, zumindest vor der Kamera. Immerhin: Am Ende der „Tagesthemen“ verabschiedete sich Moderatorin Julia-Niharika Sen von ihrem Kollegen, es gab eine Umarmung. Doch wo war der Rest des Teams? Ein Video, das Schreiber auf seinem Instagram-Account teilte, gibt Aufschluss. Denn tatsächlich gab es Applaus für Schreiber, allerdings erst in der Redaktion. Mit Standing Ovations wird Schreiber dort nach der Sendung begrüßt.
Von einem Abschied „nicht im Guten“, wie etwa auf X (ehemals Twitter) vermutet, kann wohl also keine Rede sein. Auch Schreiber selbst sagte vor wenigen Tagen in der NDR-Talkshow „DAS!“, dass sein Abschied sich richtig anfühle und: „Es ist alles gut so gelaufen“. Klingt nicht nach bösem Blut zwischen ARD und Schreiber, der 8,5 Jahre lang verschiedene „Tagesschau“-Formate moderierte. Inzwischen ist auch bekannt, wo es Schreiber künftig hinzieht.

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Ab dem 1. September wird er aus Tel Aviv und New York für die Marken des Medienkonzerns Axel Springer berichten. Er wird dort Teil des im März gestarteten Axel Springer Global Reporters Network, dessen Arbeit allen Marken der Firma (unter anderem „Bild“ und „Business Insider“) zur Verfügung stehen soll. Produziert werden investigativen Recherchen, Reportagen, exklusive Interviews und Meinungsstücke.
fgö








