Zwei Männer und eine Frau aus Großbritannien stehen am Dienstag auf der Urlaubsinsel Bali wegen Drogenschmuggels vor Gericht. Die Gesetze in Indonesien bei Drogendelikten sind extrem streng, den drei Briten droht die Todesstrafe. Zwei der Angeklagten waren im Februar am Flughafen von Bali mit knapp einem Kilo Kokain im Gepäck festgenommen worden. Der dritte Angeklagte wurde wenige Tage später verhaftet, für ihn soll die Drogenlieferung bestimmt gewesen sein.

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Für Rauschgiftschmuggel und -handel droht die Todesstrafe. Nach Regierungsangaben sitzen derzeit mehr als 90 Ausländer in Indonesien im Todestrakt, alle wegen Drogenvergehen. Erst vor wenigen Tagen wurde ein Australier wegen Kokainschmuggels verhaftet. Auch ihm droht die Todesstrafe.

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Folter, Geständnis, Verurteilung: Justiz in Indonesien in der Kritik

Derartige Anklagen sind in Indonesien keine Seltenheit. Immer wieder kritisieren Menschenrechtsorganisationen das Vorgehen der Justiz in dem Land. Auch das Auswärtige Amt wurde in der Vergangenheit immer wieder aktiv. Erst 2019 wurde ein 35-Jähriger Franzose zum Tode verurteilt.

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2016 sorgte die Hinrichtung von 14 Verurteilten durch Erschießungskommandos weltweit für Aufsehen. Damals wurden vier Indonesier und zehn ausländische Staatsangehörige wegen Drogenvergehen erschossen. Laut Auswärtigem Amt basierten die Urteile teilweise auf Geständnissen die durch Folter erzwungen wurden.

lro