Zusammenfassung
- Der Ätna auf Sizilien ist erneut ausgebrochen
- Der Vulkan erzeugt eine beeindruckende Rauch- und Aschewolke von bis zu 6,5 Kilometern Höhe
- Urlauber wurden gewarnt, die Gegend zu meiden
Auf der italienischen Mittelmeerinsel Sizilien ist erneut der Vulkan Ätna ausgebrochen. Auf Bildern ist eine mehrere Kilometer hohe Rauch- und Aschewolke zu sehen. Laut dem italienischen Institut für Geophysik und Vulkanologie (INGV) wurde der Ausbruch durch einen pyroklastischen Strom verursacht, der vermutlich durch einen Materialeinsturz an der Nordflanke des Südostkraters entstand. Pyroklastische Ströme entstehen, wenn Gestein, Asche und heiße Gase mit hoher Geschwindigkeit die Hänge eines Vulkans herunterrasen. Sie sind extrem gefährlich.

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Nach ersten Erkenntnissen blieb das heiße Material innerhalb des abgelegenen Valle del Leone („Löwental“). Die Gegend liegt fernab bewohnter Orte. Nach Angaben der Experten bestehe keine Gefahr für die Bevölkerung, sagte der sizilianische Regionalpräsident Renato Schifani. Der Vulkanausbruch werde von den Behörden „mit extremer Vorsicht beobachtet“. Zivilschutzchef Salvo Cocina rief Urlauber dazu auf, die Gegend um den Ätna zunächst zu meiden.

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Urlaub in Sizilien: Touristen fliehen in Panik von Gipfel
Online veröffentlichte Videos zeigten Touristen, die offenbar panisch einen Hang des Vulkans hinunter hasteten. Laut dem Besitzer eines Reiseunternehmens sollen sich zum Zeitpunkt des Ausbruchs etwa 40 Urlauber auf dem Vulkan befunden haben. Der Ätna ist ein beliebtes Touristenziel, das jährlich von 1,5 Millionen Menschen besucht wird, von denen viele fast bis zum Gipfel wandern.
Der Ausbruch, der in der Nacht begann, löste Explosionen aus, die bis nach Taormina und Catania zu hören waren, die etwa 50 beziehungsweise 40 Kilometer entfernt liegen, wie mehrere Zeugen aussagten, die Aufnahmen in den sozialen Medien veröffentlichten.
Mt Etna erupting during our tour- all safe but it was scary! #sicily #etna pic.twitter.com/nHOKkCSJeQ
— Jamie Boone (@JamieBoone) 2. Juni 2025
Vorsorglich wurde die Flugwarnstufe auf Rot angehoben. Die Rauchwolke soll eine Höhe von bis zu 6,5 Kilometern erreicht haben. Die internationalen Flughäfen Catania und Palermo bleiben aber vorerst in Betrieb, weil sich die Aschewolke nicht in deren Richtung bewegt.
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Ätna bricht mehrmals im Jahr aus
Laut INGV hat sich die explosive Aktivität zu einer Lavafontäne verstärkt – eine eruptive Phase, bei der flüssige Lava aus dem Krater geschleudert wird. Auch der sogenannte Tremor, also die messbaren Erschütterungen im Untergrund, habe dem Institut zufolge zugenommen. Erste Bodenverformungen im Kraterbereich wurden ebenfalls registriert. Laut Modellen dürfte sich durch die anhaltenden Eruptionen entstehende Aschewolke in west-südwestlicher Richtung ausbreiten.
Der etwa 3350 Meter hohe Ätna bricht mehrmals im Jahr aus und wird von Fachleuten ständig überwacht. Diese sogenannten strombolianischen Eruptionen – also regelmäßig explosive Ausbrüche – bieten meist einen spektakulären Anblick und ziehen zahlreiche Schaulustige an. Seit Anfang Mai meldete das INGV in der Region mehrere Eruptionen.
jst/dpa, AFP





