Italien und insbesondere die Hauptstadt Rom müssen immer wieder erleben, wie einige der Millionen Touristen sich respektlos gegenüber dem kulturellen Erbe verhalten. Am Mittwochnachmittag hat ein deutscher Tourist für Ärger gesorgt, als er den Sockel einer antiken Säule auf einem geliehenen E-Roller durch Rom fuhr.

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Das rund 30 Kilogramm schwere Marmorteil hatte der Mann während der Fahrt zwischen seine Beine gelegt. Die Carabinieri verfolgten und stellten den 24-Jährigen, dem jetzt durch die Staatsanwaltschaft Konsequenzen drohen. Er habe das Säulenstück als „Souvenir“ erworben, verteidigte sich der Deutsche laut CNN gegenüber der Polizei.
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Rom: Deutschem Touristen droht Anzeige wegen Hehlerei
Wie die Polizei mitteilte, ereignete sich der Vorfall in der Via Vittorio Veneto nahe dem Park Villa Borghese und unweit des weltbekannten Trevi-Brunnens. Woher das Säulenteil stammte, das werde ermittelt.
Einer ersten Einschätzung von Experten zufolge handelt es sich bei dem etwa 40 mal 20 Zentimeter großen Marmorstück um ein „Kulturgut von historischem und künstlerischem Interesse“. Dem Deutschen droht nach dem Vorfall eine Anzeige wegen Hehlerei von Kulturgütern. Im italienischen Strafrecht ist im Falle einer Verurteilung eine Freiheitsstrafe von bis zu zehn Jahren und eine Geldstrafe von 1032 bis 15.000 Euro vorgesehen.
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Touristen überschreiten in Italien regelmäßig Grenzen
In den letzten Jahren kam es in Rom immer wieder zu Vorfällen, bei denen Touristen durch ihr Verhalten historische Stätten und kulturelle Symbole gefährdeten. So ritzte 2023 ein britischer Tourist die Initialen seiner Freundin in die Mauer des Kolosseums. In einem anderen Fall verschafften sich zwei US-amerikanische Touristen unerlaubt Zugang zum Kolosseum, um dort Bier zu trinken.
Auch in anderen Teilen des Urlaubsland haben Italiener genug von der Bedenkenlosigkeit vieler Touristen. Im letzten Jahr gaben italienische Bergretter bekannt, dass sie künftig Urlauber zur Kasse bitten werden, die häufig unnötig in den Alpen den Rettungsdienst rufen, weil sie zu erschöpft oder zu wenig vorbereitet sind.
dpa






