Sein Italien-Urlaub endete tragisch: Der 23-jährige Freiburger, dessen Leiche am vergangenen Mittwoch am Ufer des Flusses Po in der Ortschaft Bombardone in Zinasco in der norditalienischen Lombardei mit einer tiefen Halswunde aufgefunden wurde, ist nicht ermordet worden. Jetzt wurde bekannt: Er hat sich selber mit einem Küchenmesser tiefe Wunden zugefügt, an denen er verblutete. Das geht aus den Ergebnissen der Obduktion hervor, die von der Universität von Padua durchgeführt wurde.

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Die Leiche lag in der Nähe eines privaten, von Fischern besuchten Karpfenteichs, in einer abgelegenen Gegend mitten in der Natur. Der See ist bei deutschen Anglern sehr beliebt. Bei dem Opfer handelt es sich um einen Arbeiter, der mit weiteren vier Freunden zu einem Angelurlaub nach Italien gereist war und im Campingplatz „Silver Lake“ zeltete.
Freunde des Opfers schalteten die Carbinieri ein
Am Abend vor dem Unglück hatten die fünf Freunde noch zusammen gegrillt. Der junge Mann wurde von seinen Freunden am nächsten Vormittag gefunden, die sich über seine Abwesenheit Sorgen gemacht hatten: Er war seit Stunden nicht mehr gesehen worden, und so hatten sie sich auf die Suche nach ihm gemacht
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Kurze Zeit später kam es zur dramatischen Entdeckung. Die Freunde alarmierten die Carabinieri. Neben der Leiche wurde ein Messer gefunden. Das gab Anlass für Spekulationen. Doch nun stellten die Ermittler fest, dass der junge Mann, nachdem er einen Anruf erhalten hatte, sich kurz darauf die Pulsadern am linken Arm aufschnitt. Danach fügte er sich eine tiefe Halswunde zu. Der Tod erfolgte circa drei Minuten später, so die Untersuchungen.

Der junge Freiburger hatte noch die Kraft, einige hundert Meter zu laufen, vielleicht in der Hoffnung, im letzten Moment noch Hilfe zu bekommen, brach dann aber zusammen und starb. Die Blutspuren waren laut den Ermittlern am Boden klar zu erkennen. Das Messer wurde nicht weit von der Leiche entfernt entdeckt.
Mutter des toten deutschen Touristen reisten nach Italien
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Die Carabinieri befragten die Freunde und mögliche Zeugen. Danach durften die Bekannten des Opfers zurück nach Deutschland reisen. Toxikologische Untersuchungen sollen noch weitere Fragen beantworten, nämlich, ob der Tote Alkohol, oder Drogen eingenommen hatte. Im Zelt der Freunde wurden keine Drogen entdeckt. Die Mutter und die Schwester des Mannes reisten nach Italien, um die Formalitäten für die Rückführung der Leiche zu organisieren.
Der Tod des jungen Mannes hat Zinasco, eine 3.000-Seelen-Gemeinde in der Provinz Pavia geschockt. Der Campingplatz, auf dem die Freunde untergebracht waren, befindet sich etwa einen Kilometer vom Fundort der Leiche entfernt.
Anmerkung der Redaktion
Aufgrund der hohen Nachahmerquote berichten wir in der Regel nicht über (mögliche) Suizide oder Suizidversuche, außer sie erfahren durch die Umstände besondere Aufmerksamkeit. Wenn Sie selbst unter Stimmungsschwankungen, Depressionen oder Suizidgedanken leiden oder Sie jemanden kennen, der daran leidet, können Sie sich bei der Telefonseelsorge helfen lassen.
Sie erreichen sie telefonisch unter 0800/111-0-111 und 0800/111-0-222 oder im Internet auf www.telefonseelsorge.de. Die Beratung ist anonym und kostenfrei, Anrufe werden nicht auf der Telefonrechnung vermerkt.




