Zwei Tage nach der feierlichen Beisetzung von Papst Franziskus hat die Versammlung der Kardinäle in Rom ein Datum für die Wahl seines Nachfolgers festgelegt: Das Konklave wird am 7. Mai beginnen, gab der Vatikan bekannt.

Jeden 2. Sonntag

Ein FUNKE Liebe

Alle zwei Wochen sonntags: Antworten auf Beziehungsfragen – ehrlich, nah und alltagstauglich.

Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.

Es ist die bereits die fünfte sogenannten Generalkongregation seit Papst Franziskus‘ Tod am Ostermontag. Zwischen seinem Ableben und dem Beginn der Papst-Wahl dürfen laut Kirchenrecht maximal 20 Tage vergehen. Die Sixtinische Kapelle, in der die Kardinäle abgeschottet von der Außenwelt den neuen Papst bestimmen werden, ist seit Montag in Vorbereitung auf das Konklave für Besucher geschlossen. Nach der krankheitsbedingten Absage des spanischen Kardinals Antonio Cañizares Llovera (79) verbleiben aktuell 134 wahlberechtigte Kardinäle.

Lesen Sie auch

Datum für Konklave steht fest: Deutscher Kardinal ist zuversichtlich

Der deutsche Kardinal Walter Kasper geht davon aus, dass der neue Pontifex den von Papst Franziskus eingeschlagenen Kurs in der katholischen Kirche fortsetzen wird. „Ich glaube nicht, dass wir umkehren können, ich hoffe es nicht, das wäre unsinnig. Ich denke, dass wir auch mit einem neuen Papst vorangehen werden“, sagte der 92-Jährige der italienischen Zeitung „La Repubblica“. Kasper ist einer von sechs deutschen Kardinälen, hat aber die Altersgrenze von 80 Jahren überschritten und ist daher bei der Entscheidung über einen neuen Papst nicht mehr wahlberechtigt.

Papst Franziskus Grab
An den Tagen nach Franziskus‘ Beerdigung kamen Tausende Gläubige in die Santa Maria Maggiore, um an seinem Grab zu beten.© Bernat Armangue/AP/dpa | Bernat Armangue

Während die Kardinäle beraten, ist die Trauer um den verstorbenen Papst in Rom weiter spürbar. Am Sonntag, dem Tag nach Franziskus‘ Beerdigung, kamen Zehntausende Menschen in die Basilika Santa Maria Maggiore im Zentrum der italienischen Hauptstadt, um das Grab des verstorbenen Papstes zu besuchen. Der Präfekt von Rom, Lamberto Giannini, gab gegen 14 Uhr bekannt, dass zu diesem Zeitpunkt schon 30.000 Menschen gezählt wurden. Die Basilika hatte am Sonntag bis 22 Uhr geöffnet. Am Nachmittag waren auch 110 Kardinäle in die Kirche gekommen, um dort gemeinsam zu beten.

fmg/dpa/kna