Die katholische Welt ist in Trauer. Papst Franziskus ist nach Angaben des Vatikans am frühen Ostermontag in Rom verstorben. Noch Stunden zuvor hatte er auf dem Petersplatz den Segen „Urbi et orbi“ gesprochen. Es sollte sein letzter öffentlicher Auftritt sein, in dem er sich mit mahnenden Worten an Christen in aller Welt wandte.

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In einem Rollstuhl wurde der Papst auf die Loggia des Petersdoms geschoben, schien ansonsten aber nicht auf medizinische Geräte angewiesen zu sein. Mit brüchiger Stimme richtete er sich an die Gläubigen, die sich zu tausenden auf dem Petersplatz versammelt hatten. „Liebe Brüder und Schwestern: Frohe Ostern!“ Im Anschluss ließ der sichtlich geschwächte Papst seine persönliche Osterbotschaft von seinem Zeremonienmeister Diego Ravelli verlesen, sprach zum Schluss jedoch den Segen wieder selbst.
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Papst in Rede: „Bin in Gedanken im Gazastreifen“
In der Rede widmete sich der Papst vor allem verschiedenen Konflikten auf der Welt, darunter der Krieg zwischen Israel und der Hamas: „Den leidenden Christen in Palästina und Israel wie dem gesamten israelischen und palästinensischen Volk bekunde ich meine Nähe.“ Der Papst sei in Gedanken bei der christlichen Gemeinde im Gazastreifen, wo der schreckliche Konflikt weiterhin Tod und Zerstörung bringe. Zudem würde so eine dramatische und unwürdige humanitäre Situation verursacht.

Außerdem erwähnte der Papst den Krieg in der „gepeinigten“ Ukraine, warnte vor einem „wachsenden Klima des Antisemitismus“ und rief zudem eindringlich zur Abrüstung auf. „Es kann keinen Frieden geben ohne echte Abrüstung! Der Anspruch eines jeden Volkes, für seine eigene Verteidigung zu sorgen, darf nicht zu einem allgemeinen Wettrüsten führen“, hieß es in der Ansprache. Im Anschluss wurde der Papst mit dem Papamobil durch die Menge gefahren. Dabei begrüßte er mehrere der anwesenden Gläubigen persönlich, zeigte sich gewohnt volksnah.
Papst Franziskus: Krankheit setzte ihn außer Gefecht
Lange Zeit war unklar gewesen, ob der Papst die Ansprache überhaupt würde halten können. Wegen seiner körperlichen Verfassung und gesundheitlicher Einschränkungen hatte der Papst in den vergangenen Wochen viel Zeit in ärztlicher Behandlung verbracht.
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Eine doppelseitige Lungenentzündung im Februar hatte den Papst schwer mitgenommen. Nach Angaben seiner Ärzte entkam das Kirchenoberhaupt nur knapp dem Tod. Erst am 23. März wurde er schließlich aus dem Krankenhaus entlassen. Die behandelnden Ärzte rieten ihm, sich zwei Monate lang zu schonen und keine Termine wahrzunehmen. Ein Rat, dem der Papst wohl gerade zu Ostern, dem wohl wichtigsten Fest der katholischen Kirche, nicht folgen wollte.








