Seit nunmehr vier Wochen sitzt ein in den USA lebender deutscher Staatsbürger nach Angaben seiner Angehörigen in US-Abschiebehaft. Der im Bundesstaat New Hampshire wohnende Fabian Schmidt war demnach am 7. März am Flughafen in Boston bei der Einreise in Gewahrsam genommen worden und sitzt mittlerweile in einer Haftanstalt im Bundesstaat Rhode Island. 

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Aus dem Auswärtigen Amt hieß es dazu auf Anfrage: „Wir stehen in fortlaufendem Kontakt zu dem Betroffenen, den Angehörigen, dem Rechtsbeistand und den zuständigen Behörden.“ Detaillierte Informationen könnten nicht mitgeteilt werden. Schmidts Anwalt war zunächst nicht für eine Stellungnahme erreichbar.

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Der rätselhafte Fall des Fabian Schmidt: Vorwürfe gegen US-Behörden

Die Hintergründe des Falls sind derzeit weiterhin unklar. Schmidt lebt seiner Mutter zufolge seit 2007 in den USA und besitzt mit der sogenannten Greencard eine unbegrenzte Aufenthaltsgenehmigung, die ihn rechtlich weitgehend mit US-Staatsbürgern gleichstellt.

Der Deutsche wirft den Behörden vor, von ihnen schlecht behandelt worden zu sein. Unter anderem sei er bei der Befragung am Flughafen angebrüllt worden und habe sich ausziehen müssen. In Gewahrsam sei dann zusammengebrochen und in eine Klinik gekommen, wo er ans Bett gefesselt worden sei. Die Vorwürfe ließen sich nicht unabhängig verifizieren. Das US-Heimatschutzministerium hatte eine Anfrage zu den Vorwürfen nicht beantwortet.

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Deutscher in Abschiebehaft: Was eine zehn Jahre alte Tat damit zu tun haben könnte

Schmidt veröffentlichte unterdessen eine Botschaft an seine Unterstützer. „Sie können mir meine Freiheit nehmen, aber sie werden mir niemals meine Würde, meine Liebe, mein Mitgefühl, meine Leidenschaft und meinen Antrieb nehmen“, heißt es in dem Schreiben, das Schmidts Mutter zur Verfügung stellte. Das Abschiebegefängnis teile er sich mit Kriminellen, die „abscheuliche Verbrechen begangen haben“. Dennoch bleibe er standhaft.

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Hintergrund für das harte Vorgehen der US-Behörden könnte ein altes Drogendelikt sein. Die Befragung Schmidts drehte sich seiner Mutter zufolge immer wieder um ein Cannabis-Vergehen von vor knapp zehn Jahren. Das Verfahren sei allerdings eingestellt worden.

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In den vergangenen Monaten hatte es mehrere weitere Fälle unter anderem mit deutschen Staatsbürgern gegeben, die bei der Einreise in die USA festgenommen wurden. Teilweise wurden die Betroffenen über Tage oder Wochen in Abschiebe-Anstalten festgehalten.

dpa