• In Düsseldorf wird ein Uber-Fahrgast erschossen
  • Das Opfer ist für die Polizei kein Unbekannter
  • Die ersten Ermittlungsansätze sind „vielversprechend“

Der spätere Killer wartete mit zwei Begleitern vor einem Hotel im Düsseldorfer Bahnhofsviertel, als der Mann aus Kamerun vor die Tür tritt. Die Männer scheinen auf ihn gewartet zu haben. Es kommt zu einem Streit, bei dem es möglicherweise um Schulden geht. So rekonstruieren die Ermittler wenige Stunden später, was in der Nacht geschah. 

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Der 49-Jährige flüchtet sich auf den Rücksitz eines Uber-Autos und bittet diesen, schnell davonzufahren. Der Wagen biegt um die Ecke. Doch nach wenigen Metern stoppt eine rote Ampel die Flucht: Das Trio holt den Wagen zu Fuß ein. 

Tote Person in Düsseldorfer Innenstadt
Beamte der Polizei untersuchen einen Tatort. In der Düsseldorfer Innenstadt ist ein Mann ums Leben gekommen. © DPA Images | Christoph Reichwein

Einer der Männer zückt eine Pistole. Dann fallen Schüsse, die die Seitenscheibe zerbersten lassen. Im Fond des Wagens wird der Kameruner tödlich getroffen. Die drei Männer verschwinden in der Dunkelheit. Anwohner und Passanten melden die Schüsse.

Rettungskräfte versuchen, den 49-Jährigen wiederzubeleben, doch er stirbt noch am Tatort. Der Fahrer überlebt äußerlich unverletzt, steht aber unter Schock. 

Uber-Fahrgast in Düsseldorf erschossen: Mordkommission mit wichtigen Erkenntnissen

Kriminaltechniker vermessen noch in der Nacht die Schusswinkel. Unter einer weißen Abdeckplane liegt ein Körper. Ein Sprecher des Lagezentrums sagte, es bestehe keine Gefahr für die Bevölkerung. 

Schnell findet die Mordkommission heraus: Das Opfer ist für die Polizei kein Unbekannter. Gegen den 49-Jährigen war bereits mehrfach ermittelt worden - wegen Geldfälschung, illegalen Aufenthalts und wegen Betrugs. Er war zur Aufenthaltsermittlung ausgeschrieben, sollte vernommen werden. 

Am Tatort werden Beweismittel sichergestellt, darunter auch das Handy des Opfers. „Es ging offenbar um Geld“, sagt Staatsanwalt Markus Klein. „Wir haben ordentliche Ermittlungsansätze.“ 

Die Ermittler interessieren sich nun, mit wem das Opfer zuletzt in Kontakt stand. Außerdem prüfen sie, ob es Videoaufnahmen der Verdächtigen gibt, sie von Überwachungskameras erfasst wurden. Die Ermittlungen laufen unter dem Tatvorwurf des Totschlags. Namen der Verdächtigen gibt es zunächst nicht.

dpa/les