Seit fast 50 Jahren sind sie unterwegs: Die NASA-Raumsonden „Voyager 1“ und „Voyager 2“ sollten ursprünglich die äußeren Planeten des Sonnensystems untersuchen. Ihre Reise führte sie jedoch weit darüber hinaus. „Voyager 1“ erreichte den interstellaren Raum im Jahr 2012, „Voyager 2“ folgte 2018. Damit liefern sie der Wissenschaft wertvolle Daten aus einer Region, die kein Raumschiff je erreicht hat.

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Doch die Zeit fordert ihren Tribut: Die Energieversorgung der Sonden basiert auf Radionuklidbatterien, die Strom aus dem Zerfall von Plutonium erzeugen. Da dieser Prozess stetig nachlässt, verlieren die Batterien jährlich etwa vier Watt an Leistung. Um die Mission noch weiter zu verlängern, schaltet die NASA nun ein weiteres Instrument ab. Ende Februar wurde ein Experiment auf „Voyager 1“ beendet, das kosmische Strahlung maß. Ende März folgt das „Low-Energy Charged Particle“-Instrument auf „Voyager 2“. Danach bleiben auf beiden Sonden nur noch drei von ursprünglich zehn Instrumenten in Betrieb.
„Voyager 1“: 25 Milliarden Kilometer von der Erde entfernt
„Die ‚Voyagers‘ sind seit ihrem Start die Stars der Weltraumforschung, und wir möchten, dass das so lange wie möglich so bleibt“, erklärt Suzanne Dodd, Projektleiterin des „Voyager“-Programms am Jet Propulsion Laboratory (JPL). Doch ohne weitere Einsparungen bliebe den Sonden nur noch wenige Monate Energie. Falls die aktuellen Maßnahmen greifen, könnten sie möglicherweise bis in die 2030er-Jahre aktiv bleiben.
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Trotz der Einschränkungen liefern die verbliebenen Instrumente weiterhin einzigartige Daten. „Voyager 1“ untersucht mit einem Magnetometer und einem Plasmawellen-System die Bedingungen im interstellaren Raum. „Voyager 2“ misst Magnetfelder und Plasmawellen.
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Die beiden Sonden sind mehr als 25 Milliarden Kilometer beziehungsweise 21 Milliarden Kilometer von der Erde entfernt. Wegen der Entfernung benötigt ein Radiosignal 23 Stunden beziehungsweise 19,5 Stunden zu ihnen.
ef/dpa





