- Am Wochenende ist über Deutschland eine Sonnenfinsternis zu beobachten
- Samstagmittag schiebt sich der Mond vor die Sonne
- Wann ist es so weit? Und was muss man beachten? Die wichtigsten Infos
Nachdem am 14. März in Deutschland eine totale Mondfinsternis bestaunt werden konnte, hält der März am Wochenende noch ein weiteres beeindruckendes Ereignis für Hobbyastronomen und Himmelsbeobachter bereit: Am Samstag, 29. März, kommt es zu einer partiellen Sonnenfinsternis. Während die Mondfinsternis in Deutschland nur teilweise sichtbar war, kann die Sonnenfinsternis in den Mittagsstunden gut beobachtet werden – wenn man seine Augen richtig schützt.

Jeden 2. Sonntag
Ein FUNKE Liebe
Alle zwei Wochen sonntags: Antworten auf Beziehungsfragen – ehrlich, nah und alltagstauglich.
Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.
Am 29. März 2025 wird es mitten am Tag eine partielle Sonnenfinsternis geben. Dabei schiebt sich der Neumond zwischen Erde und Sonne und verdeckt einen Teil der Sonnenscheibe.

Im Gegensatz zu einer totalen Sonnenfinsternis, bei der sich für wenige Minuten eine unheimliche Dunkelheit über die Landschaft legt, bleibt es bei einer partiellen Sonnenfinsternis vergleichsweise hell, heißt es vom Haus der Astronomie in Heidelberg. Doch das Licht verändert sich merklich: Die Sonne erscheint als Sichel, ihr gleißendes Licht wird abgeschwächt und die Schatten auf der Erde werden ungewohnt scharf.
Lesen Sie auch: Supermond – Ist der Hype um das Himmelsphänomen übertrieben?
Doch warum gibt es nicht jeden Monat eine Sonnenfinsternis? Der Grund liegt in der Neigung der Mondbahn. Obwohl der Mond regelmäßig zwischen Erde und Sonne hindurchwandert, verläuft seine Bahn meist etwas oberhalb oder unterhalb der Sonne. Nur wenn die Positionen genau übereinstimmen, kommt es zu einer Sonnenfinsternis.
- Dank geheimer Fotos: Polizei findet prall gefülltes Schatz-Grab
- Polen: Archäologen lösen 400 Jahre altes Rätsel um „Vampirfrau“
- Unterwasser-Archäologie: Wrack von legendärem U-Boot aus Zweitem Weltkrieg gefunden
- Kannibalismus: Archäologen machen schaurige Entdeckung in Jamestown-Kolonie
- Altes Ägypten: Krebsoperationen schon vor 4300 Jahren?
Wie stark verdunkelt sich die Sonne?
Die Sonnenfinsternis wird in Deutschland nur teilweise sichtbar sein, wobei der Bedeckungsgrad je nach Standort variiert. Nach Angaben der Vereinigung der Sternfreunde (VdS) wird das Ereignis im Norden deutlicher zu sehen sein als im Süden.
Verglichen mit anderen Regionen der Erde sind die Werte in Deutschland aber immer noch bescheiden. In Kanada beispielsweise wird die Sonne laut VdS zu über 90 Prozent verdeckt – das Tageslicht ist dort deutlich dunkler.
Wann ist die Sonnenfinsternis in Deutschland zu sehen?
- Köln: 12.11 Uhr (Bedeckungsgrad 20 Prozent)
- Stuttgart: 12.11 Uhr (Bedeckungsgrad 14 Prozent)
- Frankfurt: 12.12 Uhr (Bedeckungsgrad 16,5 Prozent)
- München: 12.13 Uhr (Bedeckungsgrad 10 Prozent)
- Hannover: 12.16 Uhr (Bedeckungsgrad 19 Prozent)
- Hamburg: 12.18 Uhr (Bedeckungsgrad 21 Prozent)
- Dresden: 12.19 Uhr (Bedeckungsgrad 12 Prozent)
- Berlin: 12.21 Uhr (Bedeckungsgrad 15 Prozent)

Wetter bei der Sonnenfinsternis: Wie hoch sind die Chancen auf klare Sicht?
„Die Chancen, die Sonnenfinsternis beobachten zu können, stehen nicht sonderlich gut“, sagt der Meteorologe Felix Dietzsch vom Deutschen Wetterdienst (DWD). Nach einem vielerorts sonnigen Freitag zieht es sich dem DWD zufolge in der Nacht zum Samstag allmählich zu. In den Alpen soll es sogar schneien.
Die besten Aussichten, um am Samstag einen Blick auf das Himmelsschauspiel zu erhaschen, haben laut dem Meteorologen die Menschen im Norden und Nordwesten des Landes. „Vor allem an der Nordseeküste“, sagt Dietzsch. Sicher sei das aber nicht. Es würden sich voraussichtlich zwar Wolkenlücken auftun, allerdings nur kurz und auch nur sporadisch.
Was ist bei der Beobachtung einer Sonnenfinsternis zu beachten?
So faszinierend eine Sonnenfinsternis auch sein mag, sie birgt auch Gefahren. Der direkte Blick in die Sonne – auch wenn sie teilweise verdeckt ist – kann schwere Augenschäden verursachen. Deshalb sollte man unbedingt eine spezielle Sonnenfinsternisbrille mit geprüften Schutzfolien tragen. Die Brillen sollten nach der Norm DIN EN ISO 12312-2:2015 (“Filter für die direkte Beobachtung der Sonne“) zertifiziert sein. Wer mit Kamera, Teleskop oder Fernglas beobachten will, benötigt ebenfalls spezielle Filter, die in jedem Optikergeschäft erhältlich sind.
Eine sichere Alternative ist die Projektion: Mithilfe eines Fernglases oder einer Lochkamera kann das Sonnenbild auf eine helle Fläche projiziert werden, ohne dass die Augen Schaden nehmen. Für beide Varianten bietet das Haus der Astronomie der Max-Planck-Gesellschaft online eine kurze Anleitung. Wer keine Beobachtungsmöglichkeit hat, kann das Ereignis auch online verfolgen. Die Gesellschaft Deutschsprachiger Planetarien (GDP) überträgt die Sonnenfinsternis live auf ihrer Website.
dpa/af/ew




