Eine Tiefsee-Expedition vor Hawaii sorgt noch Jahre später für Spekulationen. Im Jahr 2022 filmte ein ferngesteuertes Taucherboot den Boden einer nördlich der Inseln gelegenen Ebene am Meeresgrund. In einem auf YouTube veröffentlichten Video des Tauchgangs gerät ein merkwürdiger gelblicher Belag ins Sichtfeld, der an die Pflasterung einer Straße erinnert.

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„Was ist das?“, hört man die Wissenschaftler, die den Roboter von einem Forschungsschiff aus steuern, im Video sich wundern. „Das ist die Straße nach Atlantis“, antwortet einer von ihnen. Aussagen, die immer wieder Spekulationen im Internet anheizen, hier wirklich die Straße einer versunkenen Zivilisation gefunden zu haben. Doch worum handelt es sich tatsächlich?
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Forscher finden „gelbe Ziegelstraße“ in 1000 Meter Tiefe
Die scheinbar menschengemachte Straße verläuft in 1000 Meter Tiefe auf einer Unterwasserberg-Kette des Papahānaumokuākea Marine National Monuments, einem rund 1,5 Millionen Quadratkilometern großem Meeresschutzgebiet. Nur ein Bruchteil dieser Weiten wurden bisher erforscht. Entdeckt wurde das Gebilde von der Crew des Forschungsschiffs Nautilus, das von der Non-Profit-Organisation „Ocean Exploration Trust“ (OET) betrieben wird.
Bereits bei der Veröffentlichung des Videos hatten die Forscher eine Erklärung für die „Straße nach Atlantis“. Demnach sind die gelben Steine das natürliche Resultat uralter vulkanischer Aktivitäten, heißt es in der Videobeschreibung. „Die einzigartigen 90-Grad-Brüche stehen vermutlich im Zusammenhang mit der Hitze- und Kältebelastung durch mehrere Eruptionen an diesem ausgetrockneten Rand.“
„Straße nach Atlantis“: Video taucht Jahre später im Internet wieder auf
Vor allem Ende 2024 tauchte das Video des Tauchgangs im Internet wieder auf, was das Forschungsteam dazu veranlasste, sich zu den Spekulationen zu äußern. „Unser Video ‚Gelbe Ziegelstraße‘ aus dem Jahr 2022 macht wieder die Runde in den Nachrichten, deshalb wollten wir die wahre Geschichte hinter diesem faszinierenden geologischen Phänomen mit euch teilen“, schrieb das Team der Nautilus im November letzten Jahres auf X. Angehängt an den Post ist ein Erklärvideo der vulkanischen Vorgänge, das die Entstehung der „Straße“ erklärt.
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Das Papahānaumokuākea Marine National Monument war bis 2016 das größte Meeresschutzgebiete der Welt und liegt im Nordwesten des Hawaiianischen Archipels. Es schützt eine einzigartige marine und kulturelle Landschaft mit unzähligen Korallenriffen, Fischen, Meeressäugern und Seevögeln.
Das Gebiet hat nicht nur eine enorme ökologische Bedeutung, sondern ist auch ein heiliger Ort in der hawaiianischen Kultur, da es mit der Schöpfungsgeschichte und den Vorfahren der hawaiianischen Ureinwohner in Verbindung gebracht wird. Aufgrund seiner außergewöhnlichen biologischen und kulturellen Werte wurde es 2010 von der UNESCO als Weltnatur- und Weltkulturerbe anerkannt.





