Eine bislang unbekannte Krankheit hat in den vergangenen Wochen im Nordwesten der Demokratischen Republik Kongo dutzende Menschenleben gefordert. Gesundheitsexperten sprechen von einem rapiden Anstieg der Infektionszahlen.

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Nur 48 Stunden, nachdem drei Kinder im Dorf Boloko eine Fledermaus gegessen hatten, verstarben sie. Kurz darauf stiegen die Infektionszahlen drastisch an. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wurden bis Mitte Februar 431 Fälle registriert, 53 Menschen sind bereits verstorben. Besonders alarmierend: Fast die Hälfte der Todesfälle ereignete sich innerhalb von zwei Tagen nach dem ersten Auftreten der Symptome.

Symptome der unbekannten Krankheit

Zu den Anzeichen der Krankheit gehören Fieber, Erbrechen, Durchfall und Körperschmerzen. Einige Betroffene litten zudem unter Nasenbluten und blutigem Erbrechen. Eine Verbindung zur Fledermaus-Infektion könnte von Bedeutung sein, da diese Tiere als natürliche Reservoirs für gefährliche Viren wie Ebola und Marburg gelten. Bisherige Tests auf bekannte hämorrhagische, also Blutungen auslösende, Fieber-Erkrankungen blieben jedoch negativ.

Der Ausbruch beschränkt sich bislang auf die Provinz Équateur, die von weitläufigen Regenwäldern und landwirtschaftlich geprägtem Gebiet dominiert wird. Neben Boloko sind vor allem die Dörfer Danda und Bomate betroffen. Letzteres verzeichnet inzwischen die meisten Fälle. Insgesamt sind mehr als 12 Prozent der Erkrankten an den Folgen der Infektion gestorben.

Ebola und Marburg-Virus konnten ausgeschlossen werden

Um der Ursache auf den Grund zu gehen, wurden 18 Proben zur Analyse in die Hauptstadt Kinshasa geschickt. Ebola und Marburg konnten ausgeschlossen werden, einige Tests zeigten jedoch eine Malaria-Infektion.

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Eine ähnliche mysteriöse Krankheit, die im vergangenen Jahr Hunderte Menschen im Südwesten des Landes betraf, wurde später als eine Atemwegsinfektion mit Malaria-Komplikationen eingestuft.