Ein massiver Stromausfall hat in Tschechien am Freitag für Chaos gesorgt. Betroffenen waren mehrere Regionen, darunter auch die Hauptstadt Prag. Dort standen zeitweise die U- und Straßenbahnen still. Innenminister Vít Rakušan versetzte den Krisenstab in Bereitschaft.

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Hinweise für einen Cyber- oder Terroranschlag gebe es nicht, hieß es schließlich am Freitagnachmittag. Vielmehr wird eine technische Störung vermutet. Dennoch wirft der Vorfall die Frage auf: Wäre eine solche Situation auch in Deutschland möglich? Und was wären die Folgen?
Stromausfall legt mehrere Länder lahm: Was ist ein Blackout?
Bei einem Blackout handelt es sich einen Stromausfall, der weite Teile Deutschlands und dementsprechend einen großen Anteil der Bevölkerung betreffen könnte. Das kann zum Beispiel passieren, wenn deutlich mehr Strom verbraucht als eingespeist wird. Natürlich können auch technische Fehler und Schäden an den Stromleitungen – etwa durch Unfälle oder Stürme – eine Rolle spielen. Auch Sabotage oder ein Hackerangriff kämen als Gründe infrage.
In der Regel sind diese Probleme aber in kürzester Zeit repariert oder behoben, sodass keine weitreichenden Folgen zu befürchten sind. Bisher hat es in Deutschland noch nie längerfristige Blackouts gegeben – und sie gelten als sehr unwahrscheinlich. Kürzere Stromausfälle hingegen kommen häufiger vor. Im Jahr 2020 etwa waren deutsche Haushalte im Schnitt 10,73 Minuten ohne Strom.
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Was funktioniert alles nicht mehr bei einem Blackout?
Grundsätzlich ist bei einem Blackout das gesamte alltägliche Leben betroffen: Die Telekommunikation entfällt komplett, auch Notrufe lassen sich dann nicht mehr tätigen. Die Trinkwasserversorgung funktioniert nicht mehr, Supermärkte und Geschäfte müssen teilweise schließen, da die Kassensysteme, Kühltruhen und elektrischen Eingangstüren nicht mehr funktionieren. Unruhen wären eine mögliche Folge.
Da die Ampelsysteme ausfallen, kann ein Blackout auch den Verkehr inklusive Bahn lahmlegen und den Flugverkehr stören. Krankenhäuser werden dann mit Notstromaggregaten versorgt, die in der Regel mit Diesel betrieben werden. Doch auch diese Vorräte sind endlich. Das „normale“ Leben wäre stillgelegt.

Wie groß ist das Risiko für einen Blackout in Deutschland?
Wie gut ist Deutschland für einen Blackout gewappnet? Die Bundesregierung schreibt dazu auf ihrer Website: „Deutschlands Stromversorgung gehört zu den sichersten in Europa.“ Demnach werde vorgesorgt, um einen landesweiten Stromausfall gar nicht erst möglich zu machen.
Dafür wird die Stromversorgung „auf eine breitere Basis gestellt“. Heißt: statt nur auf fossile Energiequellen wie Kohle, Erdgas und Erdöl zu setzen, werden vermehrt auch erneuerbare Energiequellen wie Wasser oder Wind eingesetzt. Für den Notfall sind aber immer genügend Reserven vorhanden, um wieder auf fossile Energiequellen umschalten zu können. Somit soll die Stromversorgung auch kurzfristig gesichert werden können.
Wie sollte man sich während eines Blackouts verhalten?
Grundsätzlich ist es ratsam, alle wichtigen Geräte immer rechtzeitig aufgeladen zu haben, um auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein. Alternativ bietet es sich an, Powerbanks oder solarbetriebene Ladegeräte anzuschaffen. Dann sind zumindest die wichtigsten Geräte wie Laptops und Smartphones einsatzbereit.
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Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe rät außerdem dazu, jederzeit etwas Bargeld zur Verfügung zu haben, da Geldautomaten im Falle eines Stromausfalls nicht mehr funktionieren. Zudem lohnt sich die Anschaffung eines batterie- oder handkurbelbetriebenen Radios, um eventuelle Mitteilungen der Behörden zu erhalten. Als Lichtquelle bieten sich Kerzen oder Taschenlampen an, zum Kochen ein Gasgrill oder Gaskocher. Der sollte aber nur draußen genutzt werden, um einer möglichen Erstickungsgefahr vorzubeugen.
mit dpa








