Ein norwegischer TV-Sender ist in einer Comedy-Sendung auf die Hysterie um Teenie-Star Justin Bieber aufgesprungen - und hat dabei auch vor harmlosen „Beliebers“ nicht Halt gemacht. Laut einem Bericht der „Bild“-Zeitung sollten die Fans des 19-Jährigen ein islamisches Glaubensbekenntnis ablegen - alles nur, um an ein Konzertticket des Popstars zu gelangen.
Die fünf Mädchen mussten sich zunächst abschminken und wurden dann in einen traditionellen Hidschab gekleidet. Dann wurden sie fotografiert und mussten arabische Verse aufsagen - die jedoch nicht das Glaubensbekenntnis des Islam enthielten, sondern Beleidigungen gegenüber Justin Bieber.
Ritual mit Bieber-Fans hatte nichts mit dem Islam zu tun
Bieber, der als Jugendlicher mit Youtube-Videos bekannt wurde, wurde von den Mädchen in den arabischen Versen als „unrein und wahrscheinlich schwul“ bezeichnet - ohne dass diese sich dessen bewusst waren. Kritik kommt nun auch von der norwegischen Kirche. Bischof Halvor Nordhaug ärgerte sich in der Zeitung „Dagen“ über die „tragische Aktion“, deren Ursache er in mangelndem Respekt gegenüber dem Glauben sieht.
Der Grund für die Aktion war laut dem TV-Sender eher profan - man habe lediglich sehen wollen, wie weit norwegische „Beliebers“ für eine Konzertkarte ihres Idols gehen würden.
Fans beantragen wegen Bieber schulfrei
Auch der Chef des Senders zeigte sich unbeeindruckt. Er habe den Verantwortlichen der Sendung „alle Freiheiten“ gegeben, ein Comedy-Format zu produzieren. Für die Entscheidung, was lustig sei und was nicht, sei er nicht verantwortlich.
Erst vor Kurzem war die Liebe der Fans zu Justin Bieber in Norwegen offensichtlich geworden - mehrere Hundert Anhänger des Sängers hatten schulfrei beantragt - sogar Prüfungen waren verschoben worden.
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