Syrien

Westlicher Journalist stirbt bei Granaten-Angriff

In der syrischen Protesthochburg Homs ist eine Gruppe von Reportern von Granaten getroffen worden. Ein Journalist starb, mindestens ein weiterer wurde verletzt.

Foto: dapd / dapd/DAPD

In der syrischen Protesthochburg Homs ist Menschenrechtlern zufolge ein westlicher Journalist getötet worden. Ein weiterer Medienvertreter aus dem Westen sei verletzt worden, teilte die in London ansässige "Organisation Syrian Observatory for Human Rights" mit.

Ein Vertreter der Gruppe sagte, die Journalisten hätten sich in der Nähe des Stadtteils Akrama aufgehalten. Sie seien von Raketen oder Granaten getroffen worden. Der syrische Fernsehsender Addunia TV berichtete, bei dem Angriff seien mindestens acht Menschen getötet und 25 verletzt worden.

Wie ein Fotograf der Nachrichtenagentur AFP berichtete, soll es sich bei dem getöteten Journalisten um einen französischen Reporter des Fernsehsenders France 2 TV handeln. Die näheren Umstände des Todes seien unbekannt, hieß es zunächst. Es soll sich bei dem Toten um den erfahrenen Kriegsreporter Gilles Jacquier handeln, der zum Zeitpunkt seines Todes auf einer von der syrischen Regierung genehmigten Reportagereise durch das Land gewesen sei. Ein Mitglied seines Teams sei außerdem verletzt worden.

Die in London ansässige Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte erklärte, mehrere Granaten seien zwischen den beiden Stadtvierteln Akrama und al-Nusha eingeschlagen, als sich dort die Journalisten-Gruppe aufgehalten habe.

Weitere Journalisten verletzt?

Das syrische Informationsministerium bestätigte zunächst lediglich, dass es einen Vorfall mit ausländischen Journalisten in Homs gegeben habe. Es nannte aber keine Details. Die Reporter befanden sich im Rahmen einer von den Behörden genehmigten Reise in Homs.

In Homs kommt es seit Monaten immer wieder zu Protesten gegen den syrischen Staatschef Baschar al-Assad.

In dem landesweiten Konflikt kamen nach UN-Schätzungen bislang mehr als 5000 Menschen ums Leben. Assad beschuldigt vom Ausland gesteuerte Terroristen, hinter den Kämpfen zu stehen.