Nach Eklat im Sicherheitsrat

Deutschland bestellt syrischen Botschafter ein

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Das Auswärtige Amt hat nach dem UN-Eklat den syrischen Botschafter einbestellt. Sein Kollege hatte Deutschland im Sicherheitsrat beschimpft – dies sei "inakzeptabel".

Wegen beleidigender Äußerungen des syrischen UN-Botschafters in New York hat das Auswärtige Amt dessen Amtskollegen in Deutschland einbestellt.

Dabei seien die „Entgleisungen“ des syrischen Vertreters bei den Vereinten Nationen „in schärfster Form“ zurückgewiesen worden, teilte ein Außenamtssprecher mit. „Desweiteren wurde dem syrischen Botschafter in Deutschland unmissverständlich erklärt, dass die Bespitzelung und Druckausübung auf syrische Oppositionelle in Deutschland in keiner Weise akzeptabel sind“. Das Gespräch habe bereits am Mittwoch stattgefunden.

Der syrische UN-Botschafter hatte Deutschland bei der Sitzung in New York zufolge mit den Worten beschimpft: „Deutschland, das die Juden in Europa verfolgte, spielt sich nun als ehrlicher Makler einer verlogenen und betrügerischen Resolution auf“. Die unter anderem von Deutschland ausgearbeitete UN-Resolution gegen Syrien scheiterte am Veto Russlands und Chinas. Das Auswärtige Amt sprach von einer „völlig inakzeptablen“ Äußerung.

( dapd/Reuters/jm/smb )