Mit 250 Panzern

Syrische Armee erobert Rebellenstadt zurück

Das syrische Regime um Baschar al-Assad hat die Rückeroberung der Rebellenhochburg Rastan verkündet. Regimegegner sprechen von einem "Massaker".

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Die Regierung des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad hat am Sonntag offiziell die Rückeroberung der Rebellenhochburg Rastan verkündet. Nach fünf Tagen heftiger Kämpfe gegen bewaffnete „Terroristen“ seien Recht und Gesetz in der Stadt wieder hergestellt, meldete die staatliche Nachrichtenagentur SANA.

Schon am Samstag hieß es, dass rund 80 Prozent der 180 Kilometer nördlich von Damaskus gelegenen Stadt in der Hand der Regierung seien.

Die Streitkräfte seien mit 250 Panzern gegen Deserteure und andere Kämpfer vorgegangen, die sich dort verschanzt hatten, berichtete der in London ansässige Rami Abdel-Rahman von den Syrischen Beobachtern der Menschenrechte

Desertierte Soldaten aus der Stadt abgezogen

Nach Angaben von Aktivisten hatten sich in der Stadt im Zentrum des Landes desertierte Regierungssoldaten der Protestbewegung angeschlossen und Widerstand gegen die Regierungstruppen geleistet.

Die Streitkräfte Assads hätten Rastan am Samstag erst einnehmen können, nachdem die desertierten Soldaten aus der Stadt abgezogen seien, sagte der Aktivist Rami Abdul-Rahman.

Staatliche Medien berichten zudem, dass die syrische Armee eine große Zahl bewaffneter Rebellen und Deserteure getötet habe, Regimegegner sprachen von einem "Massaker".