Parfümspender adieu: Was Citroën seiner aktuellen Kompakt-Limousine noch als besonderes Ausstattungsmerkmal mitgegeben hat, wird in der Folgegeneration verschwunden sein. Und nicht nur das. Der Neue. der zum Jahreswechsel 2010/2011 auf den Markt kommt, wird größer, schlichter und geradliniger als sein Vorgänger.

In der Länge wächst der C4 um fünf Zentimeter auf 4,33 Meter und auch in der Höhe legt er um drei Zentimeter auf 1,51 Meter zu. Das dürfte vor allem hinten sitzende Passagiere freuen, wirkt sich aber auch positiv auf das Kofferabteil aus. Das ist jetzt mit 408 Litern deutlich gewachsen und zählt in der Kompaktklasse zu den größten Abteilen. Zum Vergleich: Ein Golf packt gerade mal 350 Liter, ein Astra rund 370 Liter.

Bei den Motoren setzt Citroën dagegen auf Magerkost. Die insgesamt zehn Aggregate, fünf Diesel und fünf Benziner, werden allesamt verbrauchsreduziert sein. Vor allem der Basisdiesel mit rund 90 PS soll Maßstäbe setzen. Die Franzosen versprechen in der e-HDI Sparversion einen Verbrauch von 3,8 Liter und einen CO2-Ausstoß von 99 Gramm je Kilometer. Die anderen Diesel mit 112 PS und 150 PS sollen im Schnitt unter fünf Liter verbrauchen. Die Benziner umfassen ein Leistungsspektrum von 95 PS bis 156 PS und sollen sämtlich unter 6,5 Liter liegen.

In Sachen Design rudert Citroën ein wenig zurück. Der neue C4 lehnt sich an den ebenfalls eher konventionelleren C5 an, der ja ausdrücklich auch gegen deutsche Wettbewerber aufgestellt wurde. Außen bleiben die Änderungen eher im Bereich des Feintunings. Die Scheinwerferlinie wurde gerade gezogen, die Heckleuchten nach unten versetzt.

Der Innenraum wirkt dagegen auf Anhieb vertrauter, was daran liegen mag, dass Citroën hier auf die üblichen Experimente verzichtet. Das macht den C4 auf der einen Seite bedienungsfreundlicher, raubt ihm aber auch ein wenig vom Charme des Ungewöhnlichen.

Citroën schnürt für sein neues Mittelklasse-Fahrzeug ein dickes Paket an Optionen. Das reicht von Xenon-Licht, über Massagesitze bis hin zum bekannten Spurwechselwarner oder einem System zur Überwachung des toten Winkels.

Erstmals öffentlich vorgestellt wird der neue C4 auf der Pariser Autoshow Ende September. Dort soll es aber wahrscheinlich nur eine fünftürige Schräghecklimousine zu sehen geben. Das bisherige Coupé wird eingestellt, dafür gibt es im Laufe des kommenden Jahres einen DS4.

Die Preise sind noch nicht bekannt. Man kann aber davon ausgehen, dass der derzeitige Einstiegspreis für den C4 mit 1,4-Liter-Motor (88 PS) von 18.200 Euro kaum höher ausfallen wird.