Weniger Reichweite

Warum Elektro-Autos in der Kälte schlapp werden

Bei einem Winter-Test kam der Smart ED nur halb so weit wie bei warmem Wetter. Die Konkurrenten sind nicht viel besser.

Der strenge Winter bekommt Elektroautos gar nicht gut. Bei Minusgraden büßen sie dramatisch an Reichweite ein. In einem Test der Zeitschrift „Auto Motor und Sport“ kam der Smart Fortwo ED gerade mal halb so weit wie bei warmem Wetter.

Immerhin für 159 Kilometer reicht eine Batteriefüllung des Smart bei 23 Grad Außentemperatur. Bei minus sieben Grad hingegen ist schon nach 84 Kilometern Schluss. Das liegt einerseits an den kältebedingten Kapazitätseinbußen der Batterie, andererseits an den zusätzlichen Verbrauchern. So benötigt allein die Innenraumheizung vier Kilowatt pro Stunde. Die Akkus in gängigen E-Autos speichern aber nur 16 bis 20 kWh.

Dementsprechend zeigten auch andere Modelle deutliche Einbußen bei der Reichweite. Vor allem der Mitsubishi i-MiEV wurde zum Kurzstreckenauto: Er kam statt 113 Kilometer nur noch 64 Kilometer weit. Etwas besser zeigte sich der spartanische Kleinstwagen Mia Electric, der im kommenden Jahr auf den Markt kommen soll. Seine Reichweite sank lediglich um sieben Kilometer auf 93 Kilometer – allerdings war beim Testauto keine Heizung an Bord.

Als Sieger schloss der Karabag 500 den Vergleich ab, ein auf Elektroantrieb umgerüsteter Fiat 500. Bei ihm sank die Reichweite von 132 Kilometer auf 105 Kilometer. Seine Heizung hängt allerdings nicht an der Batterie, sondern wird mit Benzin aus einem kleinen Zusatztank betrieben.