Fahrbereitschaft

Bundestag-Autos sind Klimakiller

Für die Fahrbereitschaft der Abgeordneten gelten seit diesem Jahr Klimaschutzziele. Doch die eingesetzten Autos verfehlen die Vorgaben.

Die Fahrbereitschaft für die 622 Abgeordneten des Deutschen Bundestages verfehlt offenbar die vom Ältestenrat beschlossenen Klimaschutzziele. Seit diesem Jahr sollten nur noch Wagen eingesetzt werden, die weniger als 140 Gramm CO 2 pro Kilometer ausstoßen, berichtet die „Saarbrücker Zeitung“. Diese Vorgabe werde von derzeit mindestens 150 der rund 180 eingesetzten Autos nicht erfüllt.

Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) habe in einem Schreiben eingeräumt, dass die Fahrzeuge eines externen Dienstleisters die Vorgabe um bis zu 19 Gramm CO 2 pro Kilometer überschreiten würden, berichtete Bärbel Höhn, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen, der Zeitung. Damit sei klar, dass der Beschluss zur Reduktion der Emissionswerte nicht umgesetzt wurde.

„Wir müssen als Bundestagsabgeordnete beim Klimaschutz mit gutem Beispiel vorangehen und in sparsamere Fahrzeuge umsteigen“, appellierte Höhn. Ihrer Forderung, auch Elektro- oder Hybridfahrzeuge in den Fuhrpark aufzunehmen, stimmte die Bundestagsverwaltung grundsätzlich zu. Allerdings entsprächen die Fahrzeuge derzeit nicht den Anforderungen der Nutzer an Reiselimousinen.

Nach Angaben der Zeitung kann der Fahrdienst des Bundestages rund um die Uhr von den Abgeordneten genutzt werden. In Spitzenzeiten seien 300 Fahraufträge in zwei Stunden keine Seltenheit, hieß es.

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