Bislang war der Mazda CX-7 im Feld der großen Geländewagen zumindest in Europa ein Außenseiter. Zwar wurde das Design gelobt, und am Fahrwerk gibt es auch nichts auszusetzen, zumal der Wagen nun noch steifer ist und deshalb noch stabiler um die Kurven geht. Doch unter der Haube hatten die Japaner bislang nur den 260 PS starken Benziner aus dem Mazda 3 MPS zu bieten. Der macht seine Sache zwar nicht schlecht. Doch in einem Segment, in dem in Europa mehr als drei von vier Kunden einen Diesel bestellen, bekommt man so kein Bein auf den Boden.
Daraus zieht Mazda jetzt endlich die Konsequenzen. Zur Mitte der Laufzeit gibt es deshalb nicht nur ein wenig frische Schminke für die Karosserie mit einem neuen Kühlergrill und schmucken Zierleisten an der Flanke sowie neue Farben und Formen im Immenraum. Jetzt bringen die Japaner endlich auch den überfälligen Diesel an den Start und senken damit gleichzeitig den Einstiegspreis. Denn während der nur noch in der höchsten Ausstattungsvariante verfügbare Benziner jetzt 36.990 Euro kostet, ist der Diesel im CX-7 schon ab 29.990 Euro zu haben.
Der im Mazda 6 bereits erprobte Vierzylinder hat 2,2 Liter Hubraum, kommt auf 173 PS und bringt über einen Allradantrieb mit variabler Kraftverteilung immerhin 400 Newtonmeter (Nm) auf die Straße. Natürlich sind die Konkurrenten vor allem aus Deutschland mit ihren V6-Dieseln ein wenig kräftiger und haben deshalb auch den stärkeren Antritt. Aber sie sind durch die Bank weg auch deutlich teurer.
Außerdem reicht der Vierzylinder im CX-7 für den gemütlichen Ritt über die linke Spur allemal. Kultiviert und ohne große Anstrengung beschleunigt er den immerhin 1,8 Tonnen schweren Kraxler in 11,3 Sekunden auf Tempo 100 und erreicht ordentliche 200 km/h. Nur wenn es steil bergauf geht, muss man kräftig aufs Pedal treten und häufig zum Schaltknüppel des Sechsgang-Getriebes greifen, das für schnelle Gangwechsel leider etwas zu hakelig ist. Eine Automatik würde da sicher helfen.
Zum neuen Motor und dem frischen Design gibt es eine Reihe zusätzlicher Extras. So übernimmt der Allradler aus dem Mazda 3 auf Wunsch den Spurwechselassistenten, der vor Fahrzeugen im Toten Winkel warnt. Außerdem gibt es ebenfalls als Option endlich ein voll integriertes Navigationssystem auf Wunsch auch mit Rückfahrkamera und serienmäßig eine Warnblinkautomatik.
Während der Benziner mit 10,4 Litern in der Liste steht, ist der Diesel im Mittel mit 7,5 Litern zufrieden. Und sauberer ist er obendrein. Denn als erstes Importmodell überhaupt bekommt er neben Dreiwege-Kat und Rußfilter auch noch einen speziellen Stickoxid-Filter.
Dafür werden pro Kilometer ein paar Tröpfchen der Harnstofflösung AdBlue ins Abgas gespritzt, mit deren Hilfe das Stickoxid (NOx) an einem weiteren Katalysator in harmlosen Stickstoff und Sauerstoff umgewandelt wird. Mindestens 40 Prozent der NOx-Partikel werden so gefiltert, und als Dank gibt es auch für den Diesel das Gütesiegel "Euro 5“. Den AdBlue-Vorrat haben die Ingenieure in einem Zusatztank unter dem unverändert 455 Liter großen Kofferraum untergebracht und ihn so bemessen, dass er für 20.000 Kilometer reicht und erst beim nächsten Serviceintervall aufgefüllt werden muss.
Mit der Aufwertung des CX-7 verknüpfen die Japaner große Hoffnungen: "Jetzt ist der Wagen bestens für den weltweiten Wettbewerb aufgestellt“, sagt Programm-Manager Masashi Otsuka. "Das zuvor auf Nordamerika zugeschnittene Auto hat jetzt mit der neuen Dieselvariante ein globales Format.“




