Unter 20 Euro

Die alten Kupferkessel auf dem Pfefferberg brauen wieder

Nicht nur das hausgebraute Bier im Pfefferbräu auf dem altehrwürdigen Pfefferberg in Prenzlauer Berg ist einen Besuch wert. Die überschaubare Karte setzt auf Klasse statt Masse.

Foto: Brauerei Pfefferbräu

Die ehrwürdige Bierhalle auf dem Pfefferberg erstrahlt in neuem Glanz. Eine Brauerei hatte hier bereits 1841 eröffnet, 1893 kam die Halle dazu. Nun wird, nach fast 100-jähriger Pause, endlich wieder gebraut und ausgeschenkt.

Der Charme des alten Gemäuers bleibt nach dem Umbau erhalten: Dicke alte Fußbodendielen, unverputzte Wände und Emaillelampen prägen das Flair. Die Bar befindet sich direkt neben den riesigen blanken Kupferkesseln, in denen die Maische angesetzt wird. In die Außenwände wurden große Durchbrüche für Fenster geschaffen, sodass viel Tageslicht in die hohen Räume dringt. Gäste sitzen im "Pfefferbräu" auf Höhe der Baumkronen, bei schönem Wetter auch im Biergarten.

Nicht nur das hausgebraute Bier ist einen Besuch wert. Die überschaubare Karte setzt auf Klasse statt Masse und bietet Klassiker wie Kalbsleber, Schnitzel oder Käsespätzle und zusätzlich eine Abendkarte mit vier Hauptspeisen. Beim Besuch waren es unter anderem Wildschweinragout mit Bärlauchspätzle (14 Euro) und eine Maischolle mit Bamberger Hörnchen (17,50 Euro).

Die Bedienung ist zuvorkommend, zum Essen werden Stoffservietten gereicht. Wir probierten das Bärlauch-Graupenrisotto mit altem Bergkäse und marinierten Biopilzen (12,50 Euro). Es schmeckte vorzüglich: Die aromatischen Pilze ergänzten sich harmonisch mit den würzigen Bärlauchgraupen. Köstlich und obendrein eine Augenweide war der liebevoll drapierte Salat aus Wiesenkräutern mit dem grob darübergehobelten Bergkäse. Fazit: Das neue "Pfefferbräu" hat Stil und Klasse.

Pfefferbräu, Schönhauser Alle 176, Prenzlauer Berg, Tel. 47 37 73 62 40, Küche Di.– So. ab 17.30 Uhr, www.pfefferbraeu.de

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