Großes Schaulaufen in Berlin: Die britische Designerin Charlotte Ronson (37) hat am Montag die Fashion Week eröffnet. Ronson, die Schwester des Musikers Mark Ronson, war zum ersten Mal im Zelt am Brandenburger Tor dabei. Danach kam der Newcomer Sasa Kovacevic mit dem Berliner Label Sadak an die Reihe.

Im Laufe der Woche verteilen sich nach Angaben der Berliner Wirtschaftssenatorin Cornelia Yzer (CDU) 10 Messen und 70 Schauen über die Stadt – mit 3000 Marken und 200 000 erwarteten Besuchern. Als Stammgäste kommen Designer Guido Maria Kretschmer, Lena Hoschek, Kilian Kerner, Kaviar Gauche, Anja Gockel und Dorothee Schumacher.

Ronson führte mit ihrem New Yorker Trendlabel Gänseblümchen-Prints, luftige Oberteile und dazu bequeme Sandalen vor. Dass sie ihre Kollektion für den Sommer vorstellte, war eine Ausnahme. Sonst geht es bei der Modewoche um den kommenden Herbst und Winter.

Bar Refaeli, Katie Holmes und Eva Padberg dabei

Erwartete VIPs bei der Fashion Week: Model Bar Refaeli, Moderatorin Sylvie Meis, Hollywoodstar Katie Holmes und die britische Schauspielerin Liz Hurley. Als einer der ersten Promis schaute Model Eva Padberg vorbei, die bei Ronson in der ersten Reihe saß: „Ich fand es sehr süß“, sagte sie hinterher.

Die Fashion Week findet seit 2007 zweimal im Jahr statt und gilt als Gipfeltreffen für die deutsche Modeszene. Diesmal muss sie allerdings zwei Absagen verkraften: Die in Finanznöte geratene Messe Bread & Butter in Tempelhof fällt aus. Und Designer Michael Michalsky wollte lieber für die Ebola-Hilfe spenden als eine große Show ausrichten.

Yzer betonte, die Fashion Week sei ein wichtiger Image- und Wirtschaftsfaktor für Berlin, die Hauptstadt der größte Modemessen-Standort Europas. Die Besucher brächten ihr eine zusätzliche Wirtschaftskraft von rund 120 Millionen Euro.

Auf den Messen Panorama und Premium stellen jetzt viele Marken aus, die vorher auf der Bread & Butter waren. Ein Laufsteg wird auch in Brandenburg stehen: „Potsdam Now“ will mit etwa einem Dutzend Schauen im Modezirkus mitmischen.

dpa/bee