Bereits zum 17. Mal wurde am Montagabend am Vorabend des ersten Fashion-Week-Tages der „Premium Young Designers Award” verliehen. Im Hotel „Wyndham Grand” am Anhalter Bahnhof wurden drei internationale aufstrebende Modeschöpfer in den Kategorien „Womenswear”, „Menswear” und „Accessoires” mit dem Preis der Berliner Modemesse Premium ausgezeichnet. Namentlich Louise Körner aus Schweden, Jayne Hemsley aus Großbritannien und Na Di aus China.

Die drei Frauen waren persönlich in die deutsche Hauptstadt gekommen, um den Preis entgegenzunehmen. Sie habe eine Tasche mit vielen kleinen Features schaffen wollen, damit man nichts mehr verliert, erklärte Jayne Hemsley. Na Di verriet, sie habe sich bei ihrer Mode von altem Spielzeug inspirieren lassen. Louise Körner präsentierte Kleider aus Seide mit Prints, die an Halluzinationen erinnern sollten.

Junge Gäste mit beharrlichem Geräuschpegel

Im Publikum fanden sich hauptsächlich junge modeaffine Gäste, die sich während der Verleihung vor allem durch einen beharrlichen Geräuschpegel bemerkbar machten. Unter ihnen auch Mateo, Ex-“Deutschland sucht den Superstar”-Juror und Mitglied der Berliner Band Culcha Candela, der die Besucher mit einem energischen „Schnauze” zur Räson zu rufen versuchte. Doch vergeblich. „Viele von euch wären vielleicht lieber bei DSDS, aber wir sind hier auf der Premium”, mutmaßte Moderator Patrice Bouédibéla. „Oder habt ihr Angst, dass ihr nicht mehr genug Freigetränke bekommt?”

Auch Premium-Geschäftsführerin Anita Tillmann geriet angesichts der nicht zu beruhigenden Fashion-Freunde in Rage. „Ein bisschen mehr Respekt”, forderte die Gründerin der Mode-Messe und Initiatorin des Awards. Als das Publikum schließlich für einen kurzen Moment vor der Eröffnung des Buffetts beruhigt werden konnte, erklärte sie noch schnell ihre Motivation für die Vergabe des Nachwuchspreises während der Fashion Week. „Der Kommerz geht nach China. Kreative Designer orientieren sich an Städten wie Berlin”, so Tillmann.

as