Einen Abend, bevor das Zelt der Mercedes-Benz Fashion Week auf der Straße des 17. Juni am Dienstag seine Tore für die großen Schauen der Modewoche öffnet, ist am Montag im ehemaligen Flughafen Tempelhof bereits das Opening der Modemesse Bread & Butter gefeiert worden.

Die Party fiel allerdings erheblich kürzer aus als geplant: Sie wurde um kurz nach 21 Uhr sicherheitshalber abgebrochen, als ein heftiges Gewitter über dem Tempelhofer Feld niederging.

Zuvor hatten zwei Bühnen, auf denen unter anderem die DJs Edzon und Benji B, die australische Band Hiatus Kaiyote und der US-Soul-Star Cody Chestnutt performten, zahlreiche Getränke- und Essensstände sowie Capoeira-Tänzer das Traditions-Gelände für einen Abend in ein Musikfestival mitten in der Stadt verwandelt.

Für Chill-out-Stimmung sorgten ein Pool und Tai-Chi-Kurse. Lässig und entspannt, wie es sich für eine echte Berliner Party gehört, hatten die Veranstalter auch in diesem Jahr auf einen VIP-Bereich verzichtet, so dass sich die prominenten Gäste einfach unter die anderen Fashion Victims mischten. Klaus Wowereit wurde so im Gespräch mit Marius Müller-Westernhagen, Heidi Hetzer und IHK-Chef Eric Schweitzer, aber auch mit „ganz normalen“ Berlinern gesichtet.

Feuerwehr findet Gewitter nicht außergewöhnlich heftig

Am Montagabend warnte der Deutsche Wetterdienst dann vor Gewittern mit örtlichem Starkregen. Bereits kurz vor 21 Uhr wurde der Himmel vielerorts in Berlin plötzlich schwarz - auch in Tempelhof. Die Veranstalter der Eröffnungsparty zur Bread & Butter brachen die Veranstaltung schließlich ab und baten die Gäste, das Gelände zu verlassen.

Um 21.10 Uhr musste die Feuerwehr zum ersten Mal ausrücken. In der Ahornallee im Stadtteil Westend drohte ein Baum umzustürzen. Kurz danach wurde die Feuerwehr erneut nach Charlottenburg gerufen, weil die Gefahr bestand, dass ein großer Ast abbrechen könnte. Ein drittes Mal musste die Feuerwehr bis 21.30 Uhr ausrücken, weil in Müggelheim durch den heftigen Regen ein Keller überflutet war.

Der Feuerwehrsprecher sprach aber von einer gewöhnlichen Situation, das Gewitter sei nicht außergewöhnlich heftig. Es sollte bei wenigen Einsätzen bleiben.

BM