Die alte Bauernregel des Siebenschläfertags verheißt für die Region Berlin-Brandenburg keinen tollen Sommer. Denn: So wie das Wetter am 27. Juni wird, so soll es sieben Wochen lang bleiben, heißt es.
Und der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Potsdam sagt für den Siebenschläfertag wechselhaftes Wetter bei 17 bis 20 Grad vor. Ein Grund zur Sorge sei das aber nicht: „Es wird langsam wieder wärmer“, sagt Meteorologe Thomas Endrulat.
Zumindest in den kommenden Wochen werde das Wetter laut Prognose vermutlich der Jahreszeit entsprechend sein. Das heißt: Höchsttemperaturen um die 24 Grad im Schatten. „In der Sonne sind bis zu 15 Grad mehr möglich“, sagte der Meteorologe. Einen Wermutstropfen gibt es aber: „Wir kommen zunächst nicht so richtig weg vom Durchwachsenen.“
50-50-Chance für einen schönen Sommer
Also doch Siebenschläfer? Laut Deutschem Wetterdienst ist nicht der einzelne Tag entscheidend, sondern der gesamte Zeitraum von Ende Juni bis Anfang Juli. Überwiege zu dieser Zeit schlechtes Wetter in Mitteleuropa, sei die Wahrscheinlichkeit für einen zu kühlen und zu feuchten Sommer relativ groß.
Die Trefferquote der Bauernregel liegt den Meteorologen zufolge im Landesinnern nur bei etwa 55 bis 60 Prozent. Allerdings auch nur, wenn man nicht auf die folgenden sieben Wochen schaut, sondern auf drei bis vier.
Vielleicht hängt aber auch alles damit zusammen, dass wir auf den falschen Tag schielen: Weil das Kalenderjahr nicht mit dem tatsächlichen Jahresverlauf übereinstimmt, gab es 1582 die sogenannte gregorianische Kalenderreform. Somit ergibt sich laut DWD eigentlich eine Verschiebung des Siebenschläfertages um elf Tage auf den 8. Juli.
Hochwasser erreicht Südbrandenburg
In Brandenburg hat der Regen derweil nachgelassen, so dass die Pegelstände langsamer steigen. Die tagelangen Regenfälle haben die Wasserstände einiger Flüsse in Südbrandenburg schnell ansteigen lassen. Die Spree führt wieder Hochwasser und hat am Pegel Spremberg (Spree-Neiße) den Richtwert für die Alarmstufe 2 überschritten, wie das Landesumweltamt in Cottbus mitteilt.
Mit der Stufe 3 müsse in Spremberg am Donnerstag gerechnet werden, das wäre ein Pegelstand von 3,60 Meter. Beim vorigen Hochwasser war der Spitzenwert in Spremberg am 6. Juni mit 4,49 Meter registriert worden.
Die Hochwasserwelle der Lausitzer Neiße erreichte Mittwochabend den Pegel Klein Bademeusel (Spree-Neiße). Der Fluss, der im sächsischen Oberlauf den Richtwert für die zweithöchste Stufe 3 überschritt, werde aber in Brandenburg nicht so hoch steigen, sagt Wolfgang Genehr vom Landesumwelt.
Elbe und Schwarze Elster haben bisher noch keine Hochwasserwerte erreicht. Aus der Talsperre Spremberg werden zurzeit 36 Kubikmeter Wasser pro Sekunde kontrolliert nach Cottbus abgegeben. Zugleich fließen 80 Kubikmeter pro Sekunde aus Sachsen in das Staubecken.
dpa/seg/mim





