Serienhauptstadt Berlin

Streaming und TV: Diese Berlin-Serien laufen demnächst an

Das wird der Berliner Serienherbst: Lauter Titel starten in den nächsten Wochen. Nur Sky hat Angst, eine Produktion zu „verheizen“.

Foto: Amazon Prime

„Babylon Berlin“, „4 Blocks“, „Deutschland 86“ – und es nimmt kein Ende mit den Berlin-Serien. Als nächstes wird Amazon Prime ab 9. November „Beat“ präsentieren, die erste Serie von Marco Kreuzpaintner, der bislang im Kino zuhause war. Der Siebenteiler zeigt Berlin als Techno-Stadt und handelt von einem jungen Clubmanager (Jannis Niewöhner), der nur für die Nacht lebt, bis ein krimineller Unternehmer sich in seinen Club einkauft.

Neben Niewöhner spielen Stars wie Karoline Herfurth, Alexander Fehling und Christian Berkel. „Beat“ zeigt die Stadt von ihrer pulsierenden, aber auch fiebrigen Seite. Kreuzpaintner hat selbst viele Jahre in Berlin gelebt, bis er die Rastlosigkeit nicht mehr ertrug und aufs Land floh. Mit der Serie hat er sich in die Stadt zurückgeschrieben.

Einen Monat später, am 7. Dezember, schickt Netflix seine zweite deutsche Eigenserie „Dogs of Berlin“ an den Start. In dem Zehnteiler geht es allerdings nicht um Vierbeiner, die Underdogs sind zwei Polizisten, die einen Mord an einem deutsch-türkischen Fußballspieler aufklären sollen und dabei in einen Sumpf von Clans, Mafiosi und Neonazis geraten. Regie führt Christian Alvart, einer der wenigen deutschen Regisseure, die sich auf Genre und Spannung verstehen, was er gerade im Kino mit dem Thriller „Abgeschnitten“ mit Moritz Bleibtreu und Fahri Yardim beweist. Yardim spielt auch in „Dogs of Berlin“ mit, in einem Spitzencast, zu dem auch Anna Maria Mühe, Hannah Herzsprung und Katrin Sass zählen.

Der Bezahlsender Sky, der vergangenes Jahr mit der Erstausstrahlung von „Babylon Berlin“ punkten konnte, hat dagegen eine Serie, die für den 26. Oktober fest terminiert war, vor kurzem aufs Frühjahr 2019 verschoben. „8 Tage“ ist ein Katastrophendrama, das von der letzten Woche handelt, bevor ein riesiger Asteroid auf die Erde stürzt.

Für die Dreharbeiten wurden in Berlin ganze Straßenzüge abgeriegelt und in ein Fanal verwandelt. Oscar-Preisträger Stefan Ruzowitzky malt damit ein drastisches Bild, wenn Flüchtlingsströme nicht nach Europa rein, sondern aus Europa raus drängen. Verschoben wurde der Achtteiler mit Christiane Paul und Mark Waschke aber, weil laut Sky derzeit zu viele deutsche Serien starten und man diese Produktion nicht „verheizen“ will.

+++ Berlin-Podcast +++ Diese Woche bei „Molle und Korn“: „Babylon Berlin“ bringt den 20er-Jahre-Trend in die Stadt, in Berlin sind so viele Radfahrer unterwegs wie seit den 50ern nicht mehr, „Repair-Cafés“ laden zum Selbst-Reparieren ein

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