Die Kölner TV-Produktionsfirma Brainpool hat 80 Mitarbeitern betriebsbedingt zum Jahresende gekündigt. Grund sei der Wegfall der Stefan-Raab-Shows im Jahr 2016, sagte eine Unternehmenssprecherin am Mittwoch dem Evangelischen Pressedienst (epd). Der 48-Jährige Raab hatte kürzlich mitgeteilt, dass er seine Fernsehkarriere beenden wird. Der Entertainer hält zehn Prozent an Brainpool. Insgesamt beschäftigt die Firma derzeit etwa 200 Mitarbeiter.
Raab moderierte nach Angaben des Senders ProSieben bislang mehr als 2.180 Mal „TV total“. Darüber hinaus erfand er unter anderem die „Die TV total Wok-WM“, den „Bundesvision Song Contest“ und die Samstagabendshow „Schlag den Raab“, in der er sich live über mehrere Stunden ein Spieleduell mit einem vom Publikum ausgewählten Kandidaten liefert.
Die Brainpool TV GmbH wurde 1994 von Jörg Grabosch, Martin Keß und Ralf Günther gegründet. Als unabhängiger TV-Produzent für Comedy und Entertainment ist sie nach eigenen Angaben für bis zu 320 Stunden TV-Programm im Jahr verantwortlich, überwiegend bei den Sendern ProSieben, Sat.1 und RTL. Weitere Geschäftsfelder sind die Rechteverwertung für Künstler und die Produktion von Bühnenshows im Bereich Comedy.


