Erstmals nach der Bombendrohung und dem Abbruch des Finales von „Germany’s Next Topmodel“ hat sich der Sender ProSieben geäußert. Über Twitter wurde mitgeteilt, dass das Finale wiederholt werde, und zwar am 28. Mai „in der Prime Time“. Allerdings wird es sich nicht um eine Live-Sendung handeln.
Laut dem Sanitätsbericht habe es bei der Evakuierung der SAP-Arena in Mannheim keine Verletzten gegeben. Auch Heidi Klum habe die Halle sehr ruhig verlassen. Das zeigt auch das Video eines Besuchers.
Die Finalshow war am Donnerstagabend abgebrochen worden. Eine Frau hatte damit gedroht, in der Mannheimer SAP-Arena eine Bombe explodieren zu lassen. ProSieben ließ daraufhin die mit rund 8500 Zuschauern gefüllte Halle räumen.
Nach Angaben der Polizei vom Freitagmorgen wurde in der Nähe einer Garderobe ein verdächtiger Koffer gefunden. Bei einer Untersuchung durch Experten des Landeskriminalamts Baden-Württemberg stellte sich dieser jedoch als ungefährlich heraus. Noch in der Nacht wurde der Eigentümer ermittelt.
Die Frau hatte gegen 21 Uhr in der Arena angerufen, von wo aus seit 20.15 Uhr das „Germany's next Topmodel“-Finale mit Chef-Jurorin Heidi Klum ausgestrahlt wurde. Nach der Räumung der Halle wurde der Innenbereich der SAP Arena mit Sprengstoffsuchhunden nach verdächtigen Gegenständen durchsucht. Gegen drei Uhr am frühen Freitagmorgen gab die Polizei Entwarnung: Außer dem zunächst herrenlosen Koffer sei nichts Verdächtiges gefunden worden. Nun werde nach der unbekannten Anruferin gesucht.
ProSieben-Sprecher Christoph Körfer sagte, man nehme den Vorfall sehr ernst. In der vergangenen Woche war bekanntgeworden, dass die Castingshow von der Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) auf eine mögliche jugendgefährdende Wirkung hin untersucht werden soll. Hintergrund ist eine Studie des Internationalen Zentralinstituts für das Jugend- und Bildungsfernsehen, die einen möglichen Zusammenhang zwischen der Show und Essstörungen bei Kindern und Jugendlichen thematisiert. Die Studie soll im Juli vollständig veröffentlicht werden.
ProSieben begrüßte die neuerliche Prüfung. Der Sender teilte mit, er nehme das Thema Jugendschutz sehr ernst und arbeite seit der ersten Folge „gewissenhaft an dem Programm“. Bislang sei die Show „bei allen Prüfungen durch unabhängige Aufsichtsgremien so eingestuft“ worden, dass schon Kinder ab sechs Jahren das Programm sehen dürfen. In zehn Jahren sei kein einziger Verstoß gegen Jugendschutzbestimmungen festgestellt worden.
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