Kokain, Dealer, minderjährige Mädchen als Drogenkuriere, eine ausgeweidete Tote – und last but not least ein neues Ermittler-Duo. Meret Becker und Mark Waschke traten im neuen Berlin-Tatort zu ihrem ersten Fall an.
10,19 Millionen Zuschauer sahen am Sonntagabend den Fall „Das Muli“, in dem die Hauptkommissare Nina Rubin (Meret Becker) undRobert Karow (Mark Waschke) den Mord an einer Studentin aufklären mussten.
Der Marktanteil betrug damit 27 Prozent. Auchbeim jüngeren Publikum zwischen 14 und 49 Jahren, die sonst eher die Privatsender sehen, lag der Film mit 23 Prozent deutlich auf Platz eins.
Auch auf der Facebook-Seite der Berliner Morgenpost wurde der neue Tatort diskutiert. Wir haben einige Kommentare zusammengestellt:
Viele Facebook-User waren begeistert. Michaela Mauszz postete: „Hat mir sehr gut gefallen......mal anders als die Kommissare die auf dem Land irgendwelche Dörfler jagen.“
Elke Koch schrieb: „Hat mir nur gut gefallen! Toll war auch die schauspielerische Leistung der jungen Nebendarsteller!“
„Ich fand ihn seit laaangem mal wieder sehenswert und vor allem spannend....die Spannung blieb ja bei den letzten Tatort-Filmen eher etwas auf der Strecke“, postete Kay Kröner-Wundi.
Matthias Qn fand: „Ditt is Berlin! Nur der BER war bestimmt eine der teuersten Tatort-Kulissen überhaupt, aber da sieht man, dass die Berliner trotz grummeliger Art über sich selbst lachen können!“
„Sehr spannend, weiter so, war ein sehr guter Einstand !!!“, schrieb Ellen Krämer.
Der User Misan Throp fand: „Handlung war top, spannend und Berlin hat nun mal ‚ne kalte Schnauze, von daher so abwegig waret ja nich!“
„BER ohne Worte... den Spreepark alias Plänterwald kenne ich noch lebendig und habe ihn auch im toten Zustand schon durchforstet. Sehr mystisch...“, postete Ines Pruhs.
Bei Meret Becker gab es geteiltete Reaktion. Zwischen „super!!!“ und „schlecht“ bewegten sich die Kommentare auf Facebook.
Jürgen Ney Nuevo-Baltes schrieb: „Wenigstens als Filmkulisse taugt der BER, wenn er schon nie als Flughafen fertig wird. Tolles Team, leider etwas zu viel Privatkram. Aber das hat ja in vielen Tatort-Folgen mittlerweile Űberhand genommen. Bitte mehr davon. Interessant zu sehen, wie aus dem kleinen Rapunzelchen im Werner-Film mittlerweile eine taffe Kommissarin geworden ist.“
Stefan Gille postete: „Dieser Tatort lebte von der genialen Meret Becker! Die Story knapp am Leben vorbei (ist ja so üblich beim Tatort). Sorry, aber die Rolles des Mark Waschke passt da nicht rein.“
Doch es gab auch negative Stimmen:
Uli Grube postete: „Diese gekünstelte Möchtegernszenetussie, der Typ mit dem ach so dunklen Background und das arme Berlin, in dem ja oh so finstere Dinge möglich sind - GEHT GAR NICHT, sorry. Nicht alles, was hip ist, ist gut.“
Und Joerg Si meinte: „Weitergehen? Mit dieser Blutorgie? Diesen eigenartigen Charakteren? Bitte nicht. Sofort aufhören.“
Auch Jörg Löbe war wenig begeistert: „Wie bringe ich in 90 Minuten sämtliche Berlin Klischees unter. Sorry, aber dit war nüscht.“
Ein ausgeglichenes Fazit zog Winnie Eichholz: „Yep, so darf Tatort gerne weiter gehen. Mark Waschke hat eh viel mehr Präsenz verdient, Meret Becker war überzeugend, und die Familiensituation der Kommisarin hat einen Blick darauf geworfen, dass auch im "Berlin-Style" nicht alles Gold ist, was glänzt.“
Berlin hat schon mehrere „Tatort“-Kommissare auf den Sender geschickt. Anfangs ermittelten sie solo, seit 1996 sind sie zu zweit unterwegs. Zuletzt hatte das eingespielte Ermittlerteam Ritter & Stark (Dominic Raacke und Boris Aljinovic) in 30 Folgen ermittelt. Nun ist erstmals eine Frau dabei.
Drehbuchautor Stefan Kolditz („Unsere Mütter, unsere Väter“) machte aus dem neuen Berlin-„Tatort“ einen „Fall hinter dem Fall“, der erst in der vierten Folge aufgelöst werden soll.
Also, wir sind schon mal gespannt auf den nächsten Berlin-Tatort und freuen uns weiter auf eure Meinung auf unserer Facebook-Seite.
BM



