Schon zu Beginn der Sendung kündigt er sich an. Ein Streit. Ein Streit. Endlich. Zwischen der rothaarigen Rebecca Siemoneit-Barum und Walter Freiwald. Wird es also in der Sendung dann richtig knallen? Bitte. Das wäre so erlösend. Walter sagt tatsächlich: „Ich glaube, dass Rebecca so ist, weil sie nicht verkraften kann, dass beide jungen Mädchen auf mich stehen.“
Doch zunächst einmal der Auszug von der glorreichen Sara Kulka, die in Folge zehn rausgewählt wurde. Ihre klugen Worte zum Schluss: „Wenn man mich nicht mag, dann mag man mich halt nicht. Ich kann ja nicht allen Leuten in den Arsch kriechen.“
Dann reflektiert sie während einer Pause in einem Burgerhaus doch noch kurz bei zwei Bier, Cola, Pommes und Burger ihre Performance. „Ich weiß nicht, was da mit mir los war. Der Dschungel hat mich gefickt. Und jetzt ficke ich Australien.“ Uups. Aber so eine Wortwahl, die stört ja längst niemanden mehr. Sie trinkt und pickt die Pommes. Dann wieder so ein Geistesblitz: „Wo sind die Fluppen?“
„Nur große Brüste allein bringen es nicht“
Schnitt zurück ins Camp. Tanja hält einen demütigenden Vortrag über irgendeinen Ex-Freund, der 20 Jahre älter war als sie und sie von vorne bis hinten bedient hätte. Sie macht sich lustig und beweist, dass sie tatsächlich nur die Reife einer schon braun gewordenen Banane besitzt. Aurelios Kommentar: „Nur große Brüste allein bringen es nicht.“ Und er lästert. Und dann lästert er noch mehr zusammen mit Rebecca über Walter. Der wiederum entpuppt sich in der Dschungelprüfungs-Nominierungsszene als echter Giftzwerg. Als einziger nominiert er Aurelio und nicht Rolfe mit den Worten: „Die ganzen Tage spricht er davon, so schwach zu sein. Da wollen wir mal sehen wie schwach er wirklich ist.“
Die Prüfung folgt, Rolfe muss ran. 22.43Uhr. Ich habe es schon Minuten durchgehalten. Aber die Maden sind dran. Und Rolfe sucht in dem Bodenbedeckenden Gewühl einen Stern. Ich muss umschalten, weil ich Angst habe, dass gleich die Ratten kommen. Ich schalte kurz wieder zurück. Spinnen. 22.46. Uhr. Rolfe klettert aus dem Wasser, keine Ratten. Ein Glück. Dafür hat Rolfe fünf von sieben Sternen geholt. „Das war ja pappalappa da unten“, sagt er zu den Moderatoren. Rolfe, du sammelst Sympathiepunkte.
Es werden dann Briefe verteilt von den Daheimgebliebenen. Wie sagte Rolfe doch: „Ist wie Öl auf die Flamme der Seele.“
Der angekündigte Streit zwischen Rebecca und Walter entfällt
Als Tanja den Brief von Walter vorliest, muss sie weinen und Walter erst. Umgekehrt dann noch einmal das gleiche, als Walter den Brief ihrer Mutter schluchzt, muss er ebenfalls schlimm weinen. Ooh. Und Aurelios Brief, schlimm, schlimm peinliches Gestammel seines Bruders. Ein Ey-yo-bro-Sammelsurium nichtssagender Worte.
Wo bleibt eigentlich der angekündigte Streit? Nichts dergleichen folgt noch. Höchstens eine kleine Lästerei. Rebecca und Maren ziehen sich in der Nacht zurück und ziehen richtig über Walter her . Maren: „Er ist kein Sternekoch. Er hat noch nie gekocht.“ Und:„Er ist auch kein Frauenheld.“ Und „So naiv war ich in dem Alter nicht, dass ich mich an Walter kuscheln würde.“ Maren meint Tanja damit. Und Rebecca antwortet: „Am Schlimmsten wäre es wirklich, wenn Walter und ich ins Finale kämen.“ Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Rebecca, Rebecca, so doof sind wir nun auch nicht. Dass wir dich so weit kommen lassen würden.

