Schnell war an diesem Abend klar: Die nächste Gewinnerin von The Voice of Germany würde garantiert aus Berlin kommen. Aber wer macht das Rennen? Charley Ann oder Lina? Um 23.39 Uhr, nach unendlich langen Werbepausen, war endlich klar: Geschafft hat es Charley Ann in einem Herzschlagfinale. Denn auch die andere Berlinerin, die reizende Lina Arndt, war sehr stark.

Doch schon der erste Auftritt von Charley Ann setzte Maßstäbe. Sie sang zusammen mit den Fantas. „Das ist mal 'ne Latte“, hieß es danach auch gleich auf Twitter. Es macht halt doch viel Freude, Charley Anns jazzige Stimme gemischt mit dem Rap der Fantastischen Vier zu hören.

Und eine Stunde danach folgte ein gemeinsamer Auftritt mit Hozier und dem Lied „Take me to church“. Wie stimmgewaltig die 21-Jährige ist, war dabei kaum zu überhören. Und eine interessante Figur ist sie auch. Dank ihrer ehrgeizigen Mutter, Claudia Schmutzler, besser bekannt als Schwester Stefanie. Die hatte zuletzt der Presse gesteckt, wie viele Kilos sie bei jedem Auftritt ihrer Tochter abnimmt. The Voice als Riesendiät.

Aber auch die andere Berlinerin, Lina Arndt, hatte sehr starke Momente. Ihr erster Auftritt, gemeinsam mit Ed Sheeran, war gleich ein Kracher – danach flogen ihr die Herzen zu. Lina war so rührend, es haute einen um. Das befangene Fangirl auf der Bühne neben ihrem großen Idol, sie brachte kaum ein Wort heraus. „Als ich dich zum ersten Mal im Alexa sah, habe ich nach der dritten Strophe geweint“, erzählt sie ihm vorher bei der ersten Begegnung.

Wie auf dem Schulhof

Lina, ein Berliner Mädchen wie so viele andere. Die perfekte Stellvertreterin für all die Kids auf den Berliner Schulhöfen. Für sie alle, für die kreischenden und ergriffenen Mädels, stand sie tapfer neben Ed Sheeran, dem rothaarigen Hobbit-Engländer, einem der talentiertesten Sänger und Songwriter unserer Zeit. Zart und leise sagen die beiden nebeneinander „Thinking out loud“ als Liebesduett. Danach waren sogar die anderen Coaches still.

Doch auch wenn Charley Ann gegen Lina gewonnen hat – die größten Gewinner der Show bleiben weiterhin die beiden Fantas. Sie feierten mit The Voice eine fulminante Rückkehr ins Rampenlicht. Dass sie jetzt auch die Sieger-Kandidaten gecoacht haben, setzt dem ganzen nur die Krone auf. Welcome back, Fanta4.

Auch nächstes Jahr wird „The Voice“ gesucht

Es war die vierte Staffel der Fernsehshow auf ProSieben und Sat.1. 17,7 Prozent der 14- bis 49-Jährigen verfolgten das Staffelfinale. Nächstes Jahr soll es einen neuen Durchgang geben, wie die Macher am Freitag ankündigten.

Ob es dann ein Wiedersehen mit allen Jurymitgliedern gibt, ist derzeit offen. Produzent Karsten Röder von der Hamburger Firma Schwartzkopff TV sagte nach der Show: „Wir sind mit allen im Gespräch.“

Für Schmutzler beginnt jetzt erstmal die mediale Odyssee, unter anderem macht sie Station bei Stefan Raabs ProSieben-Spektakel „Schlag den Raab“ am 20. Dezember.

Zusammen mit Philipp Leon Altmeyer, Lina Arndt, Calvin Bynum, Marion Campbell, Ben Dettinger, Alex Hartung, René Nocon, Anna Liza Risse und Andrei Vesa geht sie ab 27. Dezember auf die „The Voice of Germany live In Concert“-Tour.