Gefeiert wurde zum Start der 64. Internationalen Filmfestspiele am Donnerstagabend zuerst einmal hinter verschlossenen Türen.

Bereits vor der Eröffnungsgala im Berlinale-Palast sah man Schauspieler wie Clemens Schick und Jasmin Tabatabai auf dem Weg in die Golden Bear Lounge durch die Lobby des Hotels „Hyatt“ am Potsdamer Platz huschen. Ebenso wie in der Audi- und der ZDF-Lounge trafen sich dort ausgewählte Gäste im kleinen Kreis zur Party vor der Party.

Offiziell wurde es erst nach dem Eröffnungsfilm, der Tragikomödie „The Grand Budapest Hotel“ von Wes Anderson. Denn im Anschluss hatte Festival-Direktor Dieter Kosslick seine Gäste noch zum Verweilen, Dinnieren und Diskutieren bei einem Glas Champagner eingeladen. Der Weg in den wirklich exklusiven Zirkel auf einer Empore des Clubs Adagio im Keller des Berlinale-Palastes führte aber auch hier wieder nur über ein rosafarbenes Bändchen, das nur an einige wenige Glückliche vergeben wurde.

Wer jedoch zu diesem Kreis gehörte, durfte dann zusammen mit Bradley Cooper, Tilda Swinton, Edward Norton und Willem Dafoe sein Glas erheben. Selbst in dieser intimen Atmosphäre wollte Bill Murray jedoch nicht verraten, welchen Drink er sich zuvor auf dem roten Teppich genehmigt hatte. Noch beim Aussteigen aus der Limousine hatte Murray einen letzten Schluck aus dem Cocktailglas genommen, bevor er es dann vorsorglich in seiner Jacketttasche verstaut hatte. Es scheint, der Gentleman genießt und schweigt.

Inoffiziell hatte der Party-Marathon der Berlinale bereits am Mittwochabend mit einem Champagner-Empfang im ehemaligen Kaufhaus Jandorf in Mitte begonnen.

Regelmäßige Berlinale-Gäste wissen: Man sollte mit den Ressourcen beim Klassentreffen der Filmbranche sparen. Vor allem am ersten Festival-Wochenende häufen sich die Einladungen zu Partys und Empfängen. Neben den Filmen, die es zu schauen gilt. Erfahrungsgemäß wird also verhalten gefeiert.

as